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Wie bleibe ich gesund, wie werden ich gesund? Der LVZ-Ratgeber Gesundheit hilft weiter.
12:24 04.12.2018
Die Waage ist der natürliche Feind aller Weihnachtsgenießer. Zum Glück folgen ja zum Jahreswechsel die guten Vorsätze. Quelle: Karepa/Fotolia.com

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Einladungen, Feste und Märkte. Das alles ist lecker und gesellig, aber nicht so richtig gesund. Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich der Jahresausklang ohne viel Verzicht gesünder gestalten.

  1. Adventsgebäck nur am Wochenende
    Vor allem wer Kinder hat, sollte das Gebäck unter der Woche sorgfältig verwahren. „Sonst ist das in null Komma nichts alle“, warnt Kochbuchautorin und Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. Auf diese Weise schützt man auch sich selbst. Stehen jeden Tag Kekse, Stolle und Pfefferkuchen bereit, greift man doch schnell mal zu, ohne groß darüber nachzudenken.

  2. Die richtigen Getränke wählen
    Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: „Alkohol ist und bleibt Gift für die Leber“, sagt Prof. Markus Cornberg, Medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Leberstiftung. Wie so oft gilt: Maß halten! Die Ernährungswissenschaftlerin Gabriela Freitag-Ziegler schlägt als Alternative heißen Apfelpunsch vor. „Der schmeckt auch herrlich weihnachtlich, enthält aber keinen Alkohol und deutlich weniger Kalorien.“

  3. Heiße Maroni statt Fettgebackenem
    Schlemmen gehört zum Weihnachtsmarkt einfach dazu. Wer sich etwas Gutes tun will, achtet aber darauf, was er isst. Maroni sind mit Abstand der gesündeste Snack, da sind sich die Ernährungsexperten einig. Freitag-Ziegler rät, einen Bogen um Fettgebackenes zu machen. „Statt Reibekuchen oder Langos besser Waffeln oder Flammkuchen essen.“ Das Hauptproblem liegt jedoch laut Cornberg beim Zucker. Im Zweifel also Herzhaftes vorziehen.

  4. Die Gesamtmenge im Blick behalten
    Wer tagsüber ordentlich zugeschlagen hat, sollte versuchen, das am Abend auszugleichen. Von Cramm rät, die letzte Mahlzeit dann einfach mal wegzulassen. Ist man wiederum abends eingeladen, hilft es, mittags nur eine Suppe zu essen. „Die hat in der Regel wenig Kalorien, macht aber satt und ist nahrhaft.“

  5. Eigene Einladungen gesund gestalten
    Als Gast muss man essen, was es gibt. Aber wer selbst einlädt, hat die Gestaltung des Menüs in der Hand. „Vielen macht man in der Weihnachtszeit mit leichten, gesunden Speisen eine Freude“, sagt ­Freitag-Ziegler. Sie schlägt vor, eine Art Büffet auf dem Tisch anzurichten: „Keine Tellergerichte, sondern viele kleine Schüsseln mit Leckereien zum Teilen.“ Dazu etwas Brot – fertig. Wer zum Kaffee geladen hat, kann Waffeln anbieten. „Mit Lebkuchengewürz verfeinert, werden sie schön weihnachtlich“, sagt von Cramm. Auch Bratäpfel verbinden viele mit der Adventszeit. Für Gesundheitsbewusste hat die Expertin noch einen weiteren Tipp: Nüsse zum Selbstknacken. Denn wenn sich neben dem Teller die Schalen stapeln, essen viele automatisch weniger.

  6. Esspausen einlegen
    Alles in allem schlemmt man im Advent gut vier Wochen. Statt in dieser Zeit ständig auf das Essen zu achten, hilft auch tageweises Pausieren. Dagmar von Cramm rät, zwischendurch zum Beispiel Hülsenfrüchte-­Tage einzuplanen. „Eine Erbsensuppe oder ein Linsencurry beschäftigen den Magen auch“, erklärt sie. Der Körper hat aber mal einen Tag Zeit, sich von all den Herausforderungen zu erholen.

  7. Bewegen!
    Nach dem Frühstück schön festgequatscht, ist es eigentlich schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Kaum ist das vertilgt, steht der Kuchen auf dem Tisch. Laufen die Feiertage so ab, bekommt der Körper nicht nur viel zu viele Kalorien – man sitzt auch die ganze Zeit. „Für die Leber ist beides schädlich – ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung“, sagt Cornberg. Er rät daher zu langen Spaziergängen zwischen den Mahlzeiten. Ideal seien 10 000 Schritte pro Tag. Je nach Schrittlänge ist das etwa eine Distanz zwischen sechs und acht ­Kilometern.

red./dpa

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