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Im Krebssport-Kurs in Leipzig trainieren Betroffene gegen ihre Erkrankung an

Rehasport Im Krebssport-Kurs in Leipzig trainieren Betroffene gegen ihre Erkrankung an

Sie alle teilen ein Schicksal, das ihr Leben aus den Fugen geraten ließ: Krebs. Im Krebssport-Kurs für Erwachsene des Vereins Rehasport Leipzig treffen sie sich. „Das Risiko zu erkranken ist bei aktiven Menschen um 20 bis 30 Prozent geringer als bei inaktiven Menschen", sagt Kursleiterin Luisa Harnisch.

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Ob bei schönem Wetter draußen oder an kühleren Tagen in der Sporthalle: Die Teilnehmer der Rehasport-Kurse gehen ihre Rehabilitation motiviert und gut gelaunt an.

Quelle: Rehasport Leipzig

Sie alle teilen ein Schicksal, das ihr Leben aus den Fugen geraten ließ: Krebs. Manche haben die Therapie bereits hinter sich, andere stecken noch mittendrin. Im Krebssport-Kurs für Erwachsene des Vereins Rehasport Leipzig treffen sie sich. Immer dienstags in der Eitingon-Sporthalle Leipzig in der Nähe der Arena. Männer und Frauen zwischen Ende 40 und Ende 70. „Das Risiko zu erkranken ist bei aktiven Menschen um 20 bis 30 Prozent geringer als bei inaktiven Menschen", sagt Kursleiterin Luisa Harnisch. Ihre Teilnehmer haben die Diagnose zwar schon erhalten, dennoch lohnt sich der Sport auch für sie. Denn auch das Risiko eine erneuten Erkrankung kann durch den Sport nachweislich gesenkt werden. Das haben Untersuchungen bestätigt. Krankenkassen bezuschussen den Kurs, benötigt wird dazu lediglich ein Rehasportrezept, ausgestellt durch einen Haus- oder Facharzt.

Im Krebssport-Kurs stehen sanftes Ausdauer- und Krafttraining sowie Entspannungsübungen auf dem Programm. Trainiert wird unter anderem mithilfe von Bällen, Therabändern, Ringen, Reifen, Stäben. Und natürlich zu Musik. Das hebt die Stimmung zusätzlich.

Der Sport kurbelt den Kreislauf an, stärkt die Muskulatur und regt die Durchblutung an. Manche Teilnehmer können dadurch sogar ihr Maß an Medikamenten senken. Aber der Kurs bietet seinen Teilnehmern noch mehr: „Das ist wie eine Selbsthilfegruppe in Bewegung", sagt Harnisch, die einen Master in Reha- und Gesundheitssport vorweisen kann. Sie weiß, was die Teilnehmer ihres Kurses belastet: Nebenwirkungen der Bestrahlung, unflexible Operationsnarben, die Angst vor der Wiederkehr der Erkrankung und chronische Erschöpfung – das sogenannte Fatigue-Syndrom. Frauen, denen etwa die Brust amputiert wurde, leiden zusätzlich unter ihrem Selbstbild. Sie haben oft Schwierigkeiten, sich noch als Frau zu fühlen, weil ihnen etwas Entscheidendes genommen wurde.

Bei all dem versucht Harnisch mit ihrem Kurs zu helfen. Ihr Ziel ist es, die Alltagsfitness wiederaufzubauen, Beweglichkeit im Bereich der Narbe herzustellen und die Psyche der Teilnehmer zu stärken. Mit ihrem Kurs bietet sie ihnen einen Raum für Gemeinschaft und Austausch auf Augenhöhe, eine Zuflucht aus dem Klinik- und Krankheitsalltag. Sie sagt: „Hier können wir auch mal zusammen lachen. Das ist wichtig, denn wenn die Psyche gut aufgestellt ist, gehen die Teilnehmer mit der Erkrankung auch besser um."

Ab diesem Monat bietet der Verein mit „Gefäßtraining/Lymphentstauungsgymnastik" einen neuen, für Leipzig einmaligen Kurs an. Dieser spricht Brustkrebspatientinnen an, aber auch andere, deren Lymphfluss gestört ist. Nähere Infos auf www.rsl-ev.de.

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