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10:19 24.10.2017
Jogger aufgepasst: Wer wegen hohen Blutdrucks Betablocker einnimmt, sollte mit seinem Arzt über einen möglichen Medikationswechsel sprechen. Die Wirkstoffgruppe hat für Patienten, die Ausdauersport treiben wollen, eine Reihe von Nachteilen. Quelle: Antranias/Pixabay.com

Wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, braucht deshalb auf Sport nicht zu verzichten – im Gegenteil: „Bei vielen chronischen Erkrankungen setzen wir Ärzte körperliches Training wie ein zusätzliches Medikament ein“, erklärt der ärztliche Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar, Professor Martin Halle, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Doch wie bei jeder Arznei muss auch beim Sport darauf geachtet werden, dass er sich mit den anderen Medikamenten verträgt, die der Patient bekommt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
Wer zum Beispiel wegen hohen Blutdrucks Betablocker einnimmt, sollte mit seinem Arzt über einen möglichen Medikationswechsel sprechen. Die Wirkstoffgruppe habe für Patienten, die Ausdauersport treiben wollen, eine Reihe von Nachteilen, so Halle. „Wenn es irgendwie geht, sollte der Bluthochdruck bei körperlich aktiven Menschen mit einem anderen Medikament gesenkt werden.“ Bekommen Herzschwäche-Patienten wassertreibende Diuretika, müssen sie beachten, dass sie doppelt Flüssigkeit verlieren: durch das Schwitzen und die Tabletten. Sie benötigen genaue Anweisungen ihres Kardiologen, wie sie Training, Trinkmenge und Medikamenteneinnahme aufeinander abstimmen. Bei Menschen, die gerinnungshemmende Antikoagulanzien erhalten, können Prellungen zu schweren Blutergüssen oder inneren Blutungen führen. Sie sollten daher auf Kontaktsportarten wie Karate oder Ballsportarten wie Fußball verzichten.

Bei Arthrose schmerzen die Finger, die Gelenke versteifen sich. Gezieltes Training kann aber die Muskulatur stärken, den Verschleiß verzögern und die Gelenke beweglich halten. Die Ergotherapeutin Christine Reff-Richter hat im „Senioren Ratgeber“ einige Anregungen dafür zusammengestellt.

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