Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Herzzentrum Leipzig Mit Herz, Verstand und ganz viel Technologie
Mehr Gesundheit Herzzentrum Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:12 11.04.2018
Professor Gerhard Hindricks im Leipziger EPU-Labor. Quelle: Christian Hüller
Anzeige

Und ein Beispiel für die Innovationskraft des Leipziger Herzzentrums.

EPU steht für Elektrophysiologische Untersuchung. Sie ermöglicht, Herzrhythmusstörungen exakt zu beurteilen und sie gleichzeitig auch zu behandeln. „Für den Patienten ergeben sich große Vorteile“, erklärt Professor Gerhard Hindricks. Er ist leitender Rhythmologe und Ärztlicher Direktor des Herzzentrums. „Wir können komplett auf Röntgenbilder verzichten, die Patienten sind keiner Strahlung ausgesetzt.“

Unregelmäßigkeiten oder ein kurzes Aussetzen des Herzschlags sind nicht ungewöhnlich. Manche Störungen aber beeinträchtigen die Lebensqualität, etwa das Vorhofflimmern. Zu dessen Therapie wird ein Katheter über die Leistenvene zum Herzen geführt. Dann beginnt die eigentliche elektrophysiologische Untersuchung: Es werden elektrische Signale gemessen, die ausschlaggebend für Herzrhythmusstörungen sind. So entsteht ein EKG aus dem Inneren des Herzens, das dem Arzt Aufschluss über die Herkunft und das Wesen der Störungen gibt. Im Zuge der Untersuchung werden Herzmuskelzellen, die Ursprünge der Herzrhythmusstörungen, direkt verödet, also verschlossen, und die Störungen unterbunden. Das ist für die erfahrenen Leipziger Spezialisten Routine und für die Patienten fast immer komplikationsfrei. Über die bestehenden Risiken und Behandlungsalternativen werden sie vor der Operation natürlich ausführlich beraten.

Im Gegensatz dazu ist die Arbeit im interventionellen MRT „noch kein Routineverfahren“, erklärt Professor Hindricks. Noch sei dieses Vorgehen recht aufwendig. Doch es lohnt sich: „Wir können noch zielgerichteter und mit noch höherer Qualität therapieren, weil wir genauer zum Ziel geleitet werden.“ Das ermöglicht das extrem starke Magnetfeld – allerdings erschwert es zugleich die Arbeit mit den Kathetern.

Neben diesem MRT der Zukunft verfügt das Leipziger EPU-Labor über vier weitere Einzellabore und Messplätze. Das macht es zu einem der größten, modernsten und leistungsfähigen EPU-Labore weltweit. 150 Mitarbeiter, darunter 13 Oberärzte mit verschiedenen Spezialisierungen, behandeln hier jährlich über 6000 Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Kompetent, ohne lange Wartezeiten – und vor allem sicher.

Anzeige