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Mediclin Waldkrankenhaus Bad Düben „Die Patienten wollen Teil des Erfolges sein“
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    23:15 11.04.2018
    Dr. Jacqueline Repmann im Gespräch mit einem Patienten. Quelle: MediClin
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    Frau Dr. Repmann, in der Vergangenheit war das Waldkrankenhaus Bad Düben vor allem für seine Expertise und lange Tradition in der Sportmedizin bekannt. Welche Schwerpunkte setzt Ihr Haus heute?
    Das Waldkrankenhaus Bad Düben ist seit den 1970er-Jahren ein Fachkrankenhaus für Orthopädie, spezialisiert auf die Behandlung des Bewegungsapparates. Besondere Expertise hatten und haben unsere Mediziner im Leistungssportbereich, sie kennen die speziellen medizinischen Zusammenhänge zwischen Bewegungsapparat und Sport. Wir halten auch heute an dieser einzigartigen Tradition fest und kümmern uns weiterhin um die Sportler.

    Aber das Krankenhaus ist kein reines Athleten-Hospital?
    Nein, wir bringen unsere Fachkenntnisse bei der Behandlung all unserer orthopädischen Patienten ein. Hier haben wir auch besondere Schwerpunkte – den künstlichen Gelenkersatz, also die Endoprothetik, sowie die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Ebenso behandeln wir alle anderen orthopädischen Erkrankungen bis hin zu orthopädischen Rheumaerkrankungen. Wir bieten zudem die Hand- und Fußchirurgie an. Das Waldkrankenhaus Bad Düben ist also dabei, seine sportmedizinische Ausrichtung weiter zu stärken und die orthopädische Expertise noch weiter auszubauen.

    Seit den Siebzigerjahren ist ja einige Zeit vergangen, die Mitbewerber haben nicht geschlafen. Gerade im Großraum Leipzig sind viele neue Einrichtungen hinzugekommen. Wie will Ihr Haus seine Spitzenstellung wieder erringen?
    Leipzig ist eine Sportstadt. Mit unserem MediClin MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Leipzig in der Richard-Wagner-Straße sind wir nah an den Sportlern dran, denn kurze Wege spielen eine wichtige Rolle. Im MVZ haben wir neben weiteren Spezialisten einen Sportmediziner für die ambulante Behandlung vor Ort. Von unserer Praxis in der Leipziger Innenstadt aus betreuen wir das kommende halbe Jahr lang das Laufprojekt „Lauf geht’s!“ der Leipziger Volkszeitung, dessen medizinischer Partner wir sind.

    Wechseln wir das Genre und kommen zur Musik, genauer gesagt, zu Ihrem Angebot zur Musikermedizin. Das ist ein sehr spezieller Bereich, der in einer Musikstadt wie Leipzig sicherlich sehr gefragt ist?
    In Leipzig gibt es ja mehrere erstklassige Orchester, hinzu kommen Solisten und Hobbymusiker sowie die Musikstudenten. Musiker haben oft sehr einseitige Bewegungen und Belastungen, die zum Verschleiß an den entsprechenden Gelenken führen, auch zu Muskel- und Sehnenerkrankungen. Für den Musiker ist aber der Beruf nicht nur Gelderwerb, sondern eben auch Berufung und Lebensinhalt. Wir als Orthopäden sehen uns hier als Partner der Künstler. Susann Bähnisch, die Leiterin unseres Zentrums für Musikermedizin, ist selbst Musikerin. Sie bringt ihre medizinischen Kenntnisse als Fachärztin für Orthopädie ein, als Musikerin auch das Verständnis und Feingefühl für die Betroffenen.

    Was ist das Besondere an Ihrem Fachkrankenhaus in Bad Düben?
    Wir haben uns der Orthopädie verschrieben. Das umfasst nicht nur die Ärzte, sondern das gesamte Behandlungsteam, die Operateure, die Schwestern und Pfleger, die Therapeuten – alles geht bei uns Hand in Hand. Wir entwickeln derzeit ein neues Konzept, die Patienten viel stärker in die Behandlung miteinzubeziehen, uns mehr an ihnen zu orientieren. Das ist in einem Fachkrankenhaus sehr gut möglich, weil wir ein klar definiertes Behandlungsgebiet haben.

    Durch die hohe Spezialisierung ist es also einfacher, für die Patienten eine raschere Behandlung bei gleich hoher Qualität zu erzielen?
    Schauen Sie sich den allgemeinen medizinischen Fortschritt an. Es geht nicht mehr ohne hochgradige Spezialisierungen. Das reicht bis zur Pflege, die bei uns komplett auf Orthopädie eingestellt ist. Nun aber gehen wir den nächsten Schritt, beziehen unsere Patienten viel stärker mit ein – und die Patienten wollen das auch. Sie wollen kein starres Korsett mehr, sie wollen Teil des Erfolgs sein. Das fängt schon vor dem Eingriff einer Gelenkerneuerung mit Patientenschulungen an und zieht sich bis zu den Reha-Maßnahmen durch.

    Sie sehen die Patienten, die ein neues Gelenk erhalten haben, nicht mehr im klassischen Sinn als „Erkrankte“ an?
    Ein neues Gelenk ist keine Krankheit. Wir helfen den Patienten, ihren allgemeinen Zustand zu verbessern und so schnell wie möglich zur Normalität zurückzufinden. Das schaffen sie, indem sie bei uns  vom OP-Tag an aktiv mitmachen.

    Sie mobilisieren die operierten Patienten noch am gleichen Tag oder am Folgetag nach dem Eingriff. Was steckt dahinter?
    Ein künstliches Gelenk bedeutet ja eine Verbesserung für die Patienten. So wird beispielsweise das schmerzhafte Hüftgelenk durch ein künstliches Hüftgelenk ausgetauscht – und es soll von den Patienten von Anfang an benutzt werden. Das erreichen wir, indem sie frühzeitig wieder aktiv werden. Wir unterstützen unsere Patienten nach ihren individuellen Möglichkeiten, niemand wird überfordert. Unsere Aufgabe ist somit nicht mehr die klassische Krankenpflege, sondern wir wollen unsere Patienten dabei unterstützen, sich so früh wie möglich wieder zu bewegen. Wir vermitteln ihnen, dass ein neues Gelenk keine Krankheit ist, sondern eine Umstands- und Lebensverbesserung.

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