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Wellness Abschalten und Luftholen: So kommt der Urlaub in den Alltag
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12:29 13.05.2015
Einmal den Alltag vergessen - dabei hilft es, langsam durch die Nase zu atmen und ein freundlich zu lächeln. Quelle: Mascha Brichta
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Königstein

Es kann helfen, wenige Minuten am Tag abzuschalten, um den Urlaub in den Alltag zu integrieren, erklärt Verhaltensforscher Martin Christian Morgenstern in der Zeitschrift "Naturarzt" (Ausgabe 5/2015). Ein guter Zeitpunkt dafür ist, wenn man ohnehin müde ist - das ist ungefähr alle vier Stunden der Fall. Auch die Zeit nach dem Mittagessen, wenn der Körper die Energie in die Verdauung steckt, eignet sich gut für eine Auszeit.

Zum Beispiel in Form einer einfachen Atempause: Dafür braucht man rund fünf Minuten Zeit, einen Wecker, ein gemütliches Plätzchen, und wer mag schaltet Musik an. Dann konzentriert man sich auf das Einatmen durch die Nase - etwa vier bis fünf Sekunden lang - und anschließend auf das Ausatmen durch den Mund. Die Gedanken sollten dabei nicht zum Alltagstrubel abschweifen, sondern ganz auf die Atmung konzentriert bleiben.

Wem das schwer fällt, der kann seine Fantasie bei der Auszeit etwas mehr einbeziehen und gedanklich einen Baum pflanzen, empfiehlt Morgenstern. Dafür braucht man etwa fünf bis zehn Minuten Zeit. Dann schließt man die Augen und drückt in Gedanken ein Samenkorn in den Boden. Nun beginnt der Fantasie-Baum dicker und größer zu werden. Schließlich kommt in Gedanken eine Umgebung mit Geräuschen oder Gerüchen dazu. Aus einer solchen Vorstellung lässt sich Kraft und Erholung ziehen.

Ebenso wichtig wie eine kleine Auszeit am Tag ist es, nach der Arbeit abzuschalten. Dabei kann ein Ritual helfen, empfiehlt Morgenstern. Wenn man den Schlüssel ins Schloss der Wohnungstür steckt, so langsam wie möglich durch die Nase atmen. Danach so langsam wie möglich ausatmen. Im Anschluss die Wohnung mit einem freundlichen Lächeln betreten. Beim Reingehen kann man sich vorstellen, eine Linie zu überqueren. Und dann wünscht man sich selbst eine erholsame und schöne freie Zeit.

Manche trinken auch erstmal eine Tasse Tee oder legen kurz die Füße hoch, andere bauen mit Bewegung noch den Stress des Tages ab. Was auch immer einem selbst am meisten liegt: Wichtig ist, dass man Zeiten nur für sich einplant.

dpa

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