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Richtig aufwärmen bei kalten Temperaturen

Dehnen, strecken und kreisen Richtig aufwärmen bei kalten Temperaturen

Zur jeder Trainingseinheit gehört ein gutes Warm-up. Nur so können Sportler die maximale Leistung abrufen und sich vor Verletzungen schützen. Wie man sich bei kalten Temperaturen am besten aufwärmt, erklärt eine Fitnessexpertin.

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Ist es draußen kalt, sollten Jogger sich vom Walken übers Traben bis zum Laufen langsam steigern.

Quelle: Christian Hager/dpa

Saarbrücken. Um Verletzungen zu vermeiden und einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen, sollte der Körper auf jedes Training gut vorbereitet werden. Das gilt vor allem für Outdoor-Aktivitäten im Winter.

"Gerade bei Kälte sollte dem Aufwärmen, als erste Phase einer Trainingseinheit, besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden", sagt Uschi Moriabadi, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG/BSA-Akademie. Wird gleich mit voller Intensität in das Outdoor-Training gestartet, kann es schnell zu Verletzungen der Muskulatur, Sehnen oder Bänder kommen. Auch ist eine Reizung der Atmungsorgane durch die kalte Luft zu befürchten. Der Körper braucht bei niedrigeren Temperaturen mehr Zeit, bis alle Systeme ihre optimale Arbeitstemperatur erreicht haben.

Das Herz-Kreislauf-System sollte nach und nach angeregt werden. Beispielsweise steigert man sich über 5 bis 10 Minuten vom Walken über das Traben bis hin zum Joggen. Auch Übungen wie Kniebeugen, bei denen große Muskelgruppen eingesetzt werden, eignen sich für die Aufwärmphase. Der Puls kann sich auf diese Weise langsam an die Belastung anpassen, und das Blut versorgt die Muskulatur ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Aber auch die Gelenke wollen vor der eigentlichen Belastung bewegt werden. Durch Übungen, wie das Kreisen, Anziehen und Strecken von Händen und Füßen, Schulterkreisen nach hinten und vorne, Schulterheben und -senken werden die Gelenke mobilisiert, die Produktion von Gelenkflüssigkeit vermehrt und dadurch die Gleitfähigkeit der Gelenke verbessert.

Außerdem machen leichte Dehn- und Streckübungen die Muskeln elastischer und verringern so das Verletzungsrisiko. Die Wade dehnt man etwa, indem man eine zirka hüftbreite Schrittstellung einnimmt. Die Hüftknochen bilden eine horizontale Linie. Nun beugt man das vordere Bein so weit, wie die hintere Ferse am Boden bleiben kann. Ein leichtes Ziehen in der hinteren Wadenmuskulatur zeigt die richtige Stellung an. Die Position sollte für zirka 10-15 Sekunden gehalten werden.

Auch das nach oben Strecken, Seitneigen und Rotieren des Oberkörpers im aufrechten Stand oder in einer Grätsche bereitet den Körper gut vor. Dazu hebt man beide Arme im aufrechten Stand nach oben, fasst die Hände, neigt den Oberkörper sanft zu einer Seite und streckt die Arme gleichzeitig diagonal nach oben. Dann kommt man in die Ausgangsstellung zurück, zieht sich lang nach oben und dreht den Körper bei stabilem Becken zur gleichen Seite. Danach wiederholt man die Übung zur anderen Seite.

dpa

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