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Aktuelles Geräte mit Virtual Reality im Überblick
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11:12 12.07.2018
Oculus Go hat alle nötige Technik bereits integriert - es ist kein zusätzliches Smartphone und kein zusätzlicher Rechner nötig. Quelle: Robert Günther
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Köln

Mittendrin in der Action sein und nicht nur vor dem Bildschirm sitzen - das soll virtuelle Realität möglich machen. Mittlerweile gibt es ganz schön viele Geräte, die sich in Leistung, Preis und Anwendung teilweise stark unterscheiden. Ein Überblick.

Cardboard und Co.

Der einfachste Weg zur virtuellen Realität ist ein Smartphone mit Googles Cardboard. Das ist ein Pappschuber mit Linsen, in den das Smartphone eingelegt wird. Über geeignete Apps lassen sich dann einfache VR-Anwendungen nutzen oder 360-Grad-Videos ansehen. Analyst Brian Blau vom US-Marktforschungsinstitut Gartner sieht die Pappbrille aber skeptisch: zu unbequem, zu einfach. Für den ersten Einblick taugt das günstige System aber allemal.

Gear VR und Google Daydream VR

Dieser VR-Bereich ist deutlich ausgefeilter. Beide Brillensysteme von Samsung und Google sind recht bequem zu tragen und kosten zwischen 70 und 90 Euro. Zum Betrieb ist ein hochwertiges Smartphone nötig. Samsung setzt mindestens ein Galaxy S6 voraus, Google listet mehr als zehn kompatible Geräte der Oberklasse. Lenovos Mirage Headset ist ein Daydream-fähiges Gerät für rund 400 Euro, das die Technik bereits eingebaut hat. Samsung und Google bieten eigene App-Shops und Inhalte für die VR-Brillen. Branchenexperte Mark Sievers von der Unternehmensberatung KPMG sieht in dieser Geräteklasse derzeit das größte Potenzial - eben weil schon viele Nutzer kompatible Smartphones haben.

Alles in einem - Oculus Go

Seit Mai hat VR-Hersteller Oculus mit Oculus Go ein Komplettgerät im Angebot. Hier steckt die ganze Technik in einer Brille, die ohne Kabel auskommt, sich leicht einrichten und einfach bedienen lässt. Vorteil für Kunden: Sie brauchen kein 500 bis 800 Euro teures Smartphone - das Gerät gibt es für rund 220 bis 270 Euro, dazu einen App-Store mit diversen Spielen, Videos, interaktiven Geschichten und mehr. "Wenn Sie in die virtuelle Realität einsteigen wollen, ist Smartphone-VR oder Oculus Go eine gute Lösung", sagt Brian Blau. "Die Software ist gut, das Angebot an Apps und Inhalten ist groß und es ist nicht sehr teuer." Vor allem im Videobereich sieht er großes Potenzial für diese Geräteklasse.

Playstation VR

Diese Lösung taugt nur für Besitzer einer Playstation 4. Die Brille wird über einen Zusatzkasten mit Hardware angeschlossen. Die bunten, VR-kompatiblen Move Motion Controller gibt es separat. Mit einem Preis von rund 300 Euro ist PS VR eines der günstigeren Sets im Handel, außerdem ist die Brille recht bequem zu tragen. Etliche Spiele sind verfügbar und weitere in Arbeit.

Windows Mixed Reality

Die VR-Technik von Microsft markiert die Grenze zum Profi-Bereich. Wer sie nutzen will, braucht einen recht aktuellen Windows-10-PC und eines der Headsets, die diverse Hersteller für 340 bis 600 Euro anbieten. Mixed Reality ermöglicht 360-Grad-Videos, Spiele wie zum Beispiel "Minecraft" in VR am PC - aber auch Kreativanwendungen. Mit Mixed Reality lassen sich etwa auch zusammen mit Microsofts Paint 3D dreidimensionale Objekte erschaffen.

Die Königsklasse

"Wenn Sie Videospieler sind und Geld kein Problem ist, entscheiden Sie sich für PC-VR", sagt Experte Brian Blau und meint die VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive (circa 380 bis 680 Euro). Hier gibt es die beste Leistung und durch ausgefeilte Controller ein Höchstmaß an Interaktivität. Man braucht zusätzlich aber auch einen leistungsstarken Computer. Beide Modelle sind mit ihren schweren Kabeln und der dadurch begrenzten Beweglichkeit noch etwas sperrig. Doch kabellose Lösungen dürften nicht mehr lange auf sich warten lassen. HTCs auf der Messe CES im Januar vorgestellte, aber noch nicht verfügbare Pro-Version der Vive (880 bis 1400 Euro) soll es gegen Aufpreis mit einem Funkadapter geben. Und dort wird laut Mark Sievers die Reise hingehen: zu kabellosen und vor allem leichteren Geräten. "Damit haben Sie ein besseres Erlebnis", sagt er.

dpa

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