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Aktuelles Mobile World Congress: Das neue Samsung Galaxy S9
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08:26 26.02.2018
Das Samsung Galaxy S9 kommt am 16. März ab 850 Euro aufwärts in den Handel, für das etwas größere Galaxy S9+ werden rund 100 Euro mehr fällig. Quelle: Andrea Warnecke
Barcelona

Lichtstärker, rauschärmer und schneller: Mit diesen Kamera-Pluspunkten will Samsung sein neues Top-Smartphone Galaxy S9 vom Vorgänger S8 abheben. 

Die weitwinklige 12-Megapixel-Hauptkamera arbeitet mit einer variablen Blendenöffnung für Tageslicht (f/2,4) und dunklere Lichtverhältnisse (f/1,5) und soll bei Dunkelheit 30 Prozent weniger Bildrauschen produzieren als das S8. Dazu rechnet es ein Dutzend Einzelbilder zusammen. Für das endgültige Bild werden jeweils nur Informationen von rauschfreien Bildpunkten verwertet. Vorgestellt wurde das Modell auf dem

Mobile World Congress in Barcelona (26. Februar bis 1. März). 

Ein direkt auf dem Bildsensor untergebrachter Speicher soll die bildstabilisierte Kamera besonders schnell machen und etwa Superzeitlupen-Videos mit bis zu 960 Bildern pro Sekunden ermöglichen.

Das S9+ kommt als erstes Smartphone der Galaxy-S-Serie mit einer Dualkamera und bietet zusätzlich eine für Tele-Aufnahmen gedachte, bildstabilisierte 12-Megapixel-Kamera (f/2,4) mit zweifacher Vergrößerung. Den Job der Frontkamera übernimmt bei beiden Modellen weiterhin ein 8-Megapixel-Sensor (f/1,7).

Beim Design des staub- und wasserdichten Gehäuses (IP68) und den Displays macht Samsung keine Experimente: Es bleibt bei großen, an den Rändern gebogenen 18:9-Displays mit Super-AMOLED-Technologie und Quad-HD-Auflösung (2960 mal 1440 Pixel) - einmal in 5,8 Zoll Größe beim S9 und einmal in 6,2 Zoll Größe beim S9+. Die Gehäuse sind mit 8,5 Millimetern einen Hauch dicker geworden. Neu angeordnet wurde der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Er befindet sich nun unterhalb der Kamera und nicht mehr wie noch beim S8 daneben.

Im Superzeitlupen-Modus wird etwa aus einer 0,2-sekündigen Aufnahme ein 6-Sekunden-Filmchen. Als Hilfestellung für solche Aufnahmen kann man das Smartphone einfach auf einen Bereich richten, in dem man eine schnelle Bewegung erwartet - etwa das spritzende Wasser aus einer zerplatzenden Wasserbombe. Das Smartphone erkennt die Bewegung und startet die Aufnahme automatisch. Aus den Superzeitlupen lassen sich dann einfach GIF-Animationen für soziale Netzwerke oder Bildschirmhintergründe machen.

Neu sind AR-Emojis, also mittels erweiterter Realität (AR) selbst gemachte Emojis. Hierbei kann der Nutzer etwa mit Hilfe der Frontkamera Figuren seinen aktuellen Gesichtsausdruck verpassen und wie Avatare einsetzen. Mit erweiterter Realität soll auf den S9-Geräten nun auch Samsungs Sprachassistent Bixby arbeiten. Wird die Kamera auf Schilder oder Menükarten gerichtet, erscheint gleich eine Übersetzung im Display. Oder Bixby versucht, anhand der Bildinformationen von Gebäuden herauszufinden, wo man sich gerade befindet, und zeigt dann den Namen des Ortes an.

Zum Musikhören oder Freisprechen hat Samsung in den S9-Modellen AKG-Lautsprecher des Tochterunternehmens Harman verbaut. Damit sollen die S9-Modelle knapp anderthalb Mal so laut schallen wie das S8. Und es gibt weiterhin einen analogen Kopfhörer-Ausgang.

Der hauseigene Achtkernprozessor Exynos 9 ist ein wenig schneller geworden. Der Arbeitsspeicher (RAM) ist beim S9 mit 4 Gigabyte (GB) bemessen, beim S9+ sind es 6 GB. Der Massenspeicher ist jeweils 64 oder 256 GB groß und lässt sich per Speicherkarte erweitern (bis 400 Gigabyte).

Bei den Funkschnittstellen setzt Samsung auf ac-WLAN, Gigabit-LTE (Cat.18), Bluetooth 5.0 LE und NFC. Das Laden funktioniert drahtlos per Qi-Standard oder über den USB-C-Anschluss. Samsung hat auch eine neue Dex-Dockingstation angekündigt, in die das S9 längs eingesetzt wird und quasi zum PC wird, wenn man noch Monitor, Tastatur und Maus anschließt.

In Schwarz, Blaugrau und Lila ist das Galaxy S9 (163 Gramm) mit Android 8.0 (Oreo) und 64 GB Speicher vom 16. März an für 850 Euro zu haben - das S9+ (189 Gramm) kostet 100 Euro mehr. Wer die Varianten mit 256 GB Speicher wählt, muss jeweils noch einmal 100 Euro zuzahlen.

dpa

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