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13:20 08.11.2018
Bei den großen Betriebssystemen ist eine Backup-Lösung gleich mit an Bord. Bei macOS heißt sie Time Machine. Foto: Robert Günther
Berlin

Blitzschlag, Diebstahl, kaputte Festplatte: Gründe, warum man sich mit der Sicherung seiner Daten, dem sogenannten Backup, zu beschäftigen, gibt es viele.

"Es gibt zwei Arten von Computernutzern: solche, die schon Daten verloren haben, und solche, denen das noch bevorsteht", bringt es Peter Müller vom Fachmagazin "Macwelt" auf den Punkt. "Das erklärt die Notwendigkeit von Datensicherung." Um Fotos, Videos, Dokumente und andere Dateien zu speichern, gibt es diverse Möglichkeiten.

"Die einfachste Methode ist es sicherlich, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte an den Computer anzuschließen und über den Explorer die Daten von A nach B zu ziehen", erklärt Jan Schüßler vom "c't"-Fachmagazin. Beim Explorer handelt es sich um den Dateimanager von Windows, der sich mit der Tastenkombi Window und E öffnen lässt.

Die 3-2-1-Regel

Idealerweise sichert man seine Daten immer mehrfach, um auf der sicheren Seite zu sein. "Ich empfehle grundsätzlich die 3-2-1-Regel", sagt Schüßler. "Das meint: Drei Kopien von Daten inklusive des Originals auf zwei unterschiedlichen Medientypen anzufertigen, dazu sollte sich eine Kopie außer Haus befinden." Mögliche Orte für die Außer-Haus-Kopie sind etwa Onlinespeicher (Cloud) oder das Büro.

Anwender, die ihre Daten zur Sicherung nicht immer händisch kopieren möchten, können Software nutzen, die automatisch für eine fortlaufende Speicherung sorgt. Nutzer können hier verschiedene Methoden wählen. Eine Vollsicherung ist am simpelsten, kann aber enorm lange dauern und viel Speicherplatz erfordern.

Arten der Datensicherung

Anders funktioniert die sogenannte differenzielle Datensicherung. Hierbei werden nur die Daten gesichert, die seit der letzten Vollsicherung verändert oder neu erstellt wurden - die einzelnen Sicherungen dauern nun nicht mehr so lange.

Zudem gibt es noch die Möglichkeit der sogenannten inkrementellen Datensicherung. Diese stellt aber immer nur einen Bezug zu den Veränderungen seit der letzten Sicherung her. Im Vergleich zur differenziellen Sicherung erfordert das noch einmal weniger Speicherplatz und geht noch schneller.

"Die meisten Programme sind so vorkonfiguriert, dass sie nicht jedes Mal eine komplette Sicherung aller Daten erstellen", sagt Jan Schüßler. Wer also eine Backup-Software nutzt, kann davon ausgehen, dass noch einer Vollsicherung zu Beginn automatisch die differenzielle oder inkrementelle Sicherungsmethode zum Einsatz kommt. Das ist wichtig, damit die Datensicherung nicht zu einer nervigen, komplizierten Angelegenheit wird. Denn: "Die Folge von zu komplizierten Backups ist aber, dass die Leute irgendwann keine Lust mehr haben und es komplett sein lassen", sagt Jörg Geiger.

Für Mac- und Windows-Nutzer

Beim Mac lässt sich zur Datensicherung das Programm Time Machine verwenden, das sich seit macOS-Version 10.5 (Leopard) fester Bestandteil des Apple-Betriebssystems ist. Dazu schaltet man Time Machine ein und schließt eine externe Festplatte an. "Die erste Datensicherung wird eine Weile dauern, danach sichert Time Machine stündlich inkrementell", sagt Peter Müller. "Faustregel: Die Backup-Festplatte sollte mindestens das doppelte Volumen des zu sichernden Speichers haben." Zudem empfiehlt der Experte, das Backup zu verschlüsseln. Alternativen zu Time Machine sind etwa das kostenlose

SmartBackup oder die kostenpflichtigen Programme

SuperDuper und

Carbon Copy Cloner.

Unter Windows stehen seit Version 7 sowohl für ein Daten-Backup als auch für ein komplettes Systemabbild Bordmittel bereit. Hierauf lässt sich unter "Einstellungen/Update und Sicherheit" zugreifen, idealerweise ebenfalls im Zusammenspiel mit einem externen Datenspeicher. Alternativen zu den Windows-Bordmitteln gibt es viele - und darunter etwa die kostenlosen Programme

Cobian Backup,

Aomei Backupper Standard,

Personal Backup oder

Paragon Backup & Recovery Free.

Wer auf die Idee kommt, dass er sein Backup auch auf der oder einen internen Festplatte ablegen könnte, hat zwar im Prinzip recht damit. Sinnvoll ist das aber - einmal abgesehen vom gesparten Geld für den externen Datenträger - nicht. "Von einer internen Datensicherung rate ich ab", sagt Jörg Geiger. Der Grund: "Wenn die eine Festplatte kaputt geht, sind die Daten weg und die Backups." Datensicherungen gehörten auf ein zweites, externes Medium, so der Experte. "Die Wahrscheinlichkeit, dass beide gleichzeitig ausfallen, ist gering."

dpa

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