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12:00 24.10.2018
"EntertainTV", das Fernseh-Paket der Telekom wird per automatischem Softwareupdate zu "MagentaTV". Quelle: Oliver Berg
Bonn

Im härter werdenden Kampf um Streaming-Kunden rüstet sich die Deutsche Telekom mit einem neu geschnürten Fernseh-Paket. Ab dem 24. Oktober werde das bisherige Unterhaltungsprogramm EntertainTV per automatischem Softwareupdate zu MagentaTV, teilte das Unternehmen in Bonn mit.

Die Nutzer erwarten dabei eine einfachere Bedienung mit neuen Funktionen und mehr Inhalte als bisher. "Bei uns können die Kunden alle Inhalte auf einer Plattform gucken und dabei zwischen linearem und nicht linearem Fernsehen wechseln", sagte Wolfgang Elsäßer, TV-Chef bei der Telekom. Zudem gebe es mit dem neuen Paket Zugang zu ARD- und ZDF-Produktionen, die in den jeweiligen Mediatheken zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen.

"Bei den öffentlich-rechtlichen Mediatheken verschwinden große Teile der Inhalte nach vier Wochen", sagte Elsäßer. "Hier haben wir Lizenzvereinbarungen mit den Anstalten getroffen, um diese Inhalte auch länger zeigen zu können."

Derzeit beliefert das Unternehmen etwa 3,3 Millionen Internetkunden mit dem zusätzlichem Digitalfernsehen EntertainTV. Der Umsatz mit solchen Komplettpaketen habe vergangenes Jahr bei gut 1,4 Milliarden Euro gelegen.

In Deutschland geht der Trend zum Bezahlfernsehen insgesamt nach oben. Wie der Privatsenderverband Vaunet Ende Juli mitteilte, stieg die Anzahl der Pay-TV-Kunden im vergangenen Jahr von 7,5 auf 7,7 Millionen und dürfte dieses Jahr fast die Marke von 8 Millionen knacken. Die Zahlen schließen nicht die US-Streaminganbieter Netflix und Amazon Prime Video ein, die darüber keine Angaben machen.

Das neue Streaming-Angebot der Telekom soll neben der jungen Generation auch ältere Kunden ansprechen, die mittlerweile ebenfalls zum nicht-linearen Fernsehen tendierten. Wie hoch das Budget für die Neuerung ist, wurde nicht verraten.

Bei den Eigenproduktionen setzt der Konzern aber auf Kooperationen. Etwa zwei bis vier Stück soll es demnach im Jahr geben. Der Fokus liege dabei auf Themen, die vornehmlich Deutschland betreffen, gezeigt werden sollen bekannte deutsche Gesichter.

Ein Beispiel sei die von TNT Comedy produzierte Miniserie "Arthurs Gesetz", mit Jan-Josef Liefers, an der sich die Telekom im März dieses Jahres die Rechte gesichert hat. Zudem wird ab Anfang November die zehnteilige Comedy-Serie

"Deutsch-Les-Landes" zu sehen sein.

Diese Serie entstand in Zusammenarbeit mit Amazon Prime Video und erzählt die Geschichte von Manfred (Christoph Maria Herbst), der als Abteilungsleiter eines bayerischen Autozulieferers in ein französisches Dorf versetzt wird. Schnell prallen hier zwei Kulturen aufeinander. Die gebürtige Französin und Beschwerdebeauftragte Chloé (Roxane Duran), Manfreds Schwarm Odile (Sylvie Testud), das deutsche Ehepaar Karsten und Marion (Sebastian Schwarz und Jasmin Schwiers) sowie Chloés Eltern Ghyslaine und Guillaume (Sophie Mounicot und Philippe Lelievre) müssen für Ordnung sorgen.

dpa

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