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Telekom kündigt Mobiltarif für kostenfreies Streaming an

Technik Telekom kündigt Mobiltarif für kostenfreies Streaming an

Mit seiner Entertain-TV-Plattform etwa rückt die Telekom zunehmend auch als Inhalte-Anbieter auf den Plan. Doch auf dem Smartphone ist das Volumen schnell aufgebraucht. Mit zubuchbaren Optionen soll das mobile Streaming von Musik und Videos nun unbegrenzt funktionieren.

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Mit einem neuen Tarif können Mobilfunk-Kunden der Telekom bald die Funktion «Stream On» dazubuchen.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Bonn. Die Deutsche Telekom hat einen neuen Mobiltarif für unbegrenztes Datenvolumen bei einzelnen Streaming-Angeboten angekündigt. "Datenvolumen entwickelt sich zur wichtigsten Währung, es ist das Benzin des Smartphone-Motors", sagte Telekom-Manager Michael Hagspihl.

Ab dem 19. April soll die Funktion "Stream On" zubuchbar sein. Das Abspielen bestimmter Inhalte wird dann nicht mehr auf das verfügbare Datenvolumen angerechnet. Zu den ersten Partnern gehören Apple Music, Amazon, Netflix und YouTube, Medienportale wie "Chip" und "Spiegel Online" sowie die ZDF Mediathek, der Sportkanal Sky und auch das mobile Entertain-TV-Angebot der Telekom. Das Partnernetz solle weiter ausgebaut werden. Als Inhalte-Anbieter gerate die Telekom selbst in die Zwickmühle, sagte Hagspihl. Deshalb habe man sich zu diesem "radikalen Schritt" entschieden. Unbegrenzt Musik der Partner können künftig Nutzer des Tarifs MagentaMobil M hören, Streaming-Angebote lassen sich kostenlos im Tarif MagentaMobil L zubuchen.

Seinen TV-Streaming-Dienst Entertain TV will die Telekom mit einem einfachen Einstiegs-Modell für ausschließlich lineares Fernsehen ergänzen. "StartTV" soll ab Mai für zwei Euro im Monat den Empfang von rund 100 Sendern bieten, 22 davon in HD-Qualität. "Auch das lineare Fernsehen ist für viele Kunden weiterhin attraktiv", sagte Hagspihl. Damit dürfte das Unternehmen auch versuchen, von dem erst kürzlich erfolgten Wechsel des Antennenfernsehens auf den neuen Standard DVB-T2 zu profitieren. Auch andere Streaming-Anbieter erhoffen sich, dass sich viele TV-Zuschauer keine neue Settop-Box zulegen, sondern auf Fernsehen per Streaming wechseln.

Das Entertain-Angebot wiederum soll schrittweise ausgebaut werden, etwa mit exklusiven Eishockey-Übertragungen oder Fußballspielen aus der dritten Liga. Zuletzt erhielt die Telekom verstärkt Konkurrenz durch Vodafone, das mit GigaTV eine eigene TV-Plattform für die verschiedensten Streaming-Angebote auf den Markt brachte.

dpa

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