Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Aktuelles Unsicherheit der Menschen im Netz steigt
Mehr Multimedia Aktuelles Unsicherheit der Menschen im Netz steigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 12.06.2018
Zwei Drittel der Verbraucher fürchten durch die Nutzung Sozialer Netzwerke ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie. Quelle: Patrick Pleul
Anzeige
Berlin

Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst laut einer Studie auch die Verunsicherung der Verbraucher im Cyberraum. Doch trotz wachsender Unsicherheit ist die Zahl der wahrgenommenen Sicherheitsfälle, etwa durch Phishing-Attacken, Betrug beim Online-Einkauf oder Cybermobbing nahezu konstant geblieben.

Das ist ein Ergebnis des neuen Sicherheitsindex, den der Verein

Deutschland sicher im Netz(DsiN) nun vorgestellt hat. Der Index, den der Verein seit 2014 gemeinsam mit dem Bundesverbraucherschutzministerium in Auftrag gibt, bildet die digitale Sicherheitslage der Bevölkerung in einer Kennzahl ab. Die Gesamtziffer verschlechterte sich in diesem Jahr minimal auf 60,9 Punkte (2017: 61,1 Punkte). 100 Punkte wären der bestmögliche Wert.

Darüber hinaus wurde deutlich, dass das Wissen um IT-Sicherheit gestiegen ist. "Die Verbraucher waren noch nie so fit wie heute", erklärte DsiN-Chef Thomas Kremer. Dennoch sei die Unsicherheit gewachsen und auch der Wunsch nach Unterstützung, Aufklärung und Orientierungshilfe nehme deutlich zu.

Es gehe darum, Menschen künftig verstärkt im Lebensalltag zu erreichen. Laut dem Index wünschen sich zwei Drittel der Verbraucher eine konkrete Ansprache in Beruf oder Schule. So setzt der Verein auf eine Stärkung der digitalen Kompetenz. "Das Thema beginnt bei den Kleinkindern und geht bis in das hohe Alter", sagte Kremer.

In diesem Jahr wurde bei der repräsentativen Befragung ein Schwerpunkt auf die Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken gesetzt. Etwa die Hälfte sieht in der Nutzung der Plattformen eine Bereicherung für ihren Alltag. Aber der Index zeigt auch: Zwei Drittel fürchten, sich dadurch einem erhöhten Sicherheitsrisiko auszusetzen.

Zehn Prozent glauben, dass Online-Begegnungen nicht vertrauenswürdig sind. Die Hälfte empfindet Unsicherheit, was den Umgang mit persönlichen Daten durch die Plattformen betrifft. Inzwischen dürfte der Wert noch gestiegen sein: Die Zahlen wurden im Januar und Februar dieses Jahres erhoben, also vor Bekanntwerden des Datenskandals um Facebook und Cambridge Analytica.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mittlerweile haben sich viele schon dran gewöhnt: Fürs Telefonieren und Texten im EU-Ausland fallen seit einem Jahr keine Extragebühren mehr an. Ist das wirklich eine Erfolgsgeschichte? Und wo lauern für die Verbraucher noch Kostenfallen?

12.06.2018

Der Anbieter Oath entwickelt derzeit einen neuen Messengerdienst. Im Gegenzug wird der beliebte Yahoo Messenger aufgegeben. Nutzer haben ein halbes Jahr Zeit, ihre Chat-Verläufe zu sichern.

12.06.2018

Unitymedia ist damit im Westen schon fertig, jetzt ziehen auch die anderen Kabel-TV-Anbieter nach: Von Bayern bis an die deutsche Küste stellen sie nach und nach das analoge TV-Signal ab. Tätig werden müssen vor allem Kabelkunden mit Fernsehern, die schon sehr alt sind.

12.06.2018
Anzeige