Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Arbeitsrecht Befristung für späteres Studium ist zulässig
Mehr Recht Arbeitsrecht Befristung für späteres Studium ist zulässig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:56 04.12.2017
Wünscht sich eine Mitarbeiterin eine Befristung, ist diese wirksam - auch, wenn sie ihre Meinung ändert. Quelle: Jens Kalaene/dpa-tmn
Freiburg

Nicht immer ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass ein Arbeitsvertrag befristet wird. Eine Befristung ist auch zulässig, wenn sie auf Wunsch des Angestellten zustande kommt - zum Beispiel für ein späteres Studium. Allerdings ist der Mitarbeiter dann auch daran gebunden.

Klägerin in dem Fall war eine Frau, die mit ihrem Arbeitgeber ein befristetes Arbeitsverhältnis vereinbart hatte. Grund dafür war, dass sie nach Ende des Arbeitsvertrag studieren wollte. Später änderte sie ihre Meinung und wollte nun ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber lehnte das ab, daraufhin zog die Frau vor das Arbeitsgericht Freiburg - und scheiterte.

Werde ein Arbeitsvertrag befristet, damit der Arbeitnehmer später ein Studium aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen kann, sei die Befristung im Interesse des Mitarbeiters, so das Gericht (Az.: 9 Ca 179/16). Daher sei eine solche Befristung auch wirksam und zulässig. Die Arbeitnehmerin müsse sich daran halten und könne nicht dagegen vorgehen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn man als Arbeitnehmer einen besseren Job in Aussicht hat, will man schnellstmöglich wechseln. Doch eine fristlose Kündigung lässt sich nicht ohne Weiteres durchsetzen.

17.11.2017

Wer mit einer Fußverletzung krankgeschrieben, sollte nicht an einem Hindernislauf teilnehmen. Ein Polizist auf Probe tat es trotzdem und erhielt prompt die Kündigung. Dagegen zog er vor Gericht.

17.10.2017

Betrüger sind clever. Das musste auch eine Tankstellenmitarbeiterin erfahren. Sie fiel auf deren Masche herein und verursachte erheblichen Schaden. Den zahlte zwar die Versicherung, diese verklagte aber darauhfin die Frau.

13.10.2017