Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Arbeitsrecht Bei Privatnutzung der Firmenkreditkarte droht Kündigung
Mehr Recht Arbeitsrecht Bei Privatnutzung der Firmenkreditkarte droht Kündigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 09.10.2015
Ein Mitarbeiter, der die Firmenkredite für private Zwecke missbraucht, riskiert die Kündigung. Quelle: Philipp Laage
Anzeige
Nürnberg

Nutzt ein Mitarbeiter eine Firmenkreditkarte privat, kann das arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Mit einer Kündigung müssen Arbeitnehmer rechnen, wenn sie dem Arbeitgeber nicht offenbaren, dass sie die Karte privat genutzt haben. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem vor dem Landesarbeitsgericht Nürnberg verhandelten Fall (Az.: 7 Sa 194/14) war ein Vertriebsingenieur teilweise im Ausland für seinen Arbeitgeber tätig. Für die Ausgaben vor Ort stellte dieser ihm eine Firmenkreditkarte zur Verfügung. Für eine Reise mit privatem Charakter nutzte der Mann ebenfalls die Kreditkarte, ohne das ausdrücklich dem Arbeitgeber mitzuteilen.

Damit riskiert man seinen Arbeitsplatz, entschied das Gericht. Gibt es keine Vereinbarung hinsichtlich der Nutzung der Firmenkreditkarte, dürfen Mitarbeiter sie nicht für private Zwecke nutzen. Zwar dürften Arbeitnehmer nicht direkt gekündigt werden, wenn sie die Kreditkarte für private Ausgaben nutzen. Wenn Mitarbeiter den Arbeitgeber allerdings nicht darüber informieren, dass sie auch private Ausgaben finanziert haben, sei eine Abmahnung entbehrlich, und sie können unmittelbar gekündigt werden. Dies war hier der Fall.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Arbeitnehmer hatte seinen Vorgesetzten grob beleidigt, indem er ihn als "Kollegenschwein" bezeichnete. Die Kündigung gegen ihn war dennoch nicht erfolgreich, da das Gericht die genauen Umstände des Vorfalls in Betracht zog.

09.10.2015

Fremdenfeindliche Parolen im Betrieb? Arbeitsrechtlich ist eindeutig, was aus so einem Verhalten folgen kann. Unklarer ist das bei Äußerungen von Arbeitnehmern in privaten Accounts in sozialen Netzwerken.

09.10.2015

Eine Arbeitsverweigerung kann zu einer fristlosen Kündigung führen. Das sollte auch ein Busfahrer zu spüren bekommen. Allerdings kam dem Rauswurf eine Krankschreibung dazwischen. Wie die Rechtslage dann ist, kärte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz.

09.10.2015
Anzeige