Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mietrecht Bei Betriebskostenabrechnung entscheidet Hauptwasserzähler
Mehr Recht Mietrecht Bei Betriebskostenabrechnung entscheidet Hauptwasserzähler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 09.10.2015
Ein Hauptwasserzähler misst mehr als alle anderen Wasserzähler eines Hauses zusammen. Zeigt er über 20 Prozent zu viel an, wird nach dem Wohnungszähler abgerechnet. Quelle: Ralf Hirschberger
Anzeige
Berlin

Für die Betriebskostenabrechnung ist in der Regel die Anzeige des Hauptwasserzählers entscheidend - selbst wenn in einem Mietshaus alle Wohnungen mit Wasserzählern ausgestattet sind.

Differenzen zwischen den beiden Zählern sind dabei normal, sofern es sich um Abweichungen von bis zu 20 Prozent handelt. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) hin und beruft sich auf ein Urteil des Amtsgerichts Rheine (Az.: 10 C 331/14).

Der Hauptwasserzähler zeigt in aller Regel mehr an als alle Wohnungswasserzähler im Haus zusammen. Deshalb werden die Gesamtwasserkosten anteilig je nach Wert der Wohnungsmesser auf die Mieter im Haus verteilt. Zeigt der Hauptwasserzähler jedoch über 20 Prozent mehr an als die Summe aller Wohnungszähler, ist das nicht mehr mit Messtoleranzen zu erklären. Abgerechnet wird dann nach dem Ergebnis der Wohnungszähler.

Der Hauptzähler ist technisch aufwendiger konstruiert. So muss der Kaltwasserzähler nach sechs Jahren nachgeeicht werden. Bezweifelt der Mieter nach Ablauf dieser Frist den abgelesenen Verbrauch, muss der Vermieter nachweisen, dass die Werte zutreffend sind. Das entschied der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 112/10). Den Nachweis kann eine staatlich anerkannte Prüfstelle bescheinigen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nicht nur im Schwabenland müssen Treppenhäuser sauber sein. Wer wann was reinigt, regelt der Mietvertrag. Hier müssen Mieter und Vermieter auf einiges achten. Auch darauf, was passiert, wenn der Mieter seinen Reinigungs-Pflichten nicht nachkommt.

09.10.2015

Eine Wohnung an andere Mieter einfach weiterzugeben, kann riskant sein. Denn das gilt als Untervermietung. Ist der Vermieter damit nicht einverstanden, kann er das Mieteverhältnis fristlos kündigen.

09.10.2015

Ein abgenutzter Teppich sieht nicht schön aus. Um angemessenen Ersatz muss sich der Vermieter kümmern. Und bei der Neugestaltung des Bodens Rücksicht auf die Ansprüche des Mieters nehmen.

09.10.2015
Anzeige