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Verbraucherrecht Notfallübung am Flughafen: Kein Ausgleich für Verspätung
Mehr Recht Verbraucherrecht Notfallübung am Flughafen: Kein Ausgleich für Verspätung
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14:13 19.09.2016
Eine Notfallübung am Flughafen kann zu Flugverspätungen führen. In dem Fall können Reisende nicht mit einer Entschädigung rechnen. Quelle: Soeren Stache
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Rüsselsheim

Wenn ein Flughafen wegen einer Notfallübung geschlossen wird, handelt es sich um einen außergewöhnlichen Umstand. Verspätet sich in der Folge ein Flug erheblich, steht den Passagieren keine Entschädigung von der Airline zu. Das entschied das Amtsgericht Rüsselsheim.

In dem verhandelten Fall (Az.: 3 C 4758/14 (34)), über den die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet, war der Flughafen von Hurghada in Ägypten gesperrt worden. Der Kläger erreichte das Ziel ab Stuttgart erst mit mehr als sieben Stunden Verspätung. Er verlangte von der Fluggesellschaft eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht - doch die weigerte sich.

Zu Recht, wie das Gericht entschied. Die Sperrung des Flughafens falle nicht in den Verantwortungsbereich der Airline. Diese habe alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen, um die Verspätung zu verhindern und in Kairo um eine Ausnahmegenehmigung gebeten - jedoch vergeblich.

dpa

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Das gab es schon: Ein Flug wurde storniert. Und quasi gleichzeitig bestätigt. Muss der Gast dann trotzdem zum Schalter? Und wie steht es mit einer Entschädigung?

19.09.2016

Der Ärger ist mitunter groß: Man hat ein Zimmer gebucht. Doch vor Ort entspricht es nicht der Beschreibung. Stimmt die Bettenzahl nicht überein, kann unter Umständen Schadenersatz verlangt werden.

12.07.2016

Verletzt sich ein Flugzeug-Passagier beim Flug, kann er dafür unter Umständen Schadenersatz verlangen. Gilt das aber auch bei einem Sturz auf der Fluggastbrücke? Darüber verhandelte zuletzt ein Gericht.

19.09.2016
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