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Aktuelles Nase-Weisheiten: Gerüchte über Schnupfen unter die Lupe genommen
Mehr Schlingel & Familie Aktuelles Nase-Weisheiten: Gerüchte über Schnupfen unter die Lupe genommen
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08:24 10.11.2018
Winterzeit ist auch Schnupfenzeit. Quelle: pixabay.com

Es läuft. Gerade bei seinen Kindern möchte man, dass Trockenheit im oberen Lippenbereich herrscht, damit Keimen nicht zu sehr der gelbe Teppich ausgerollt wird. Dabei hat jeder seine eigene Methode, denn um eine Laufnase und den oft damit verbundenen Schnupfen ranken sich viele Weisheiten – und Gerüchte.

Weisheit Nummer. 1: Kuscheln macht krank

Leider ja! Je näher man einer Schnupfnase kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich ansteckt. Bei Eltern und Kind ist diese also relativ hoch, denn auf Nähe kann so wirklich niemand verzichten.

Die Viren verbreiten sich über Tröpfcheninfektion. Beim Niesen oder Sprechen gelangen Keime über die Luft in die Schleimhäute des Gegenübers.

Was viele vergessen: Vor allem an den Händen kleben vom Schnäuzen und Naseabwischen die Keime. Sie lagern sich dann überall ab, am Spielzeug oder an Türgriffen.

Weisheit Nummer 2: Nasenspülungen sind das Beste

Jein. Studien zeigen, dass Nasenspülungen mit einer leichten Salzlösung bei regelmäßiger Anwendung die Wahrscheinlichkeit reduzieren, an einer Nasennebenhöhlenentzündung zu erkranken.

Allerdings: Bei einer akuten Infektion der Nebenhöhle kann eine Spülung dazu führen, dass die Keime noch weiter verteilt werden. Also nur zur Vorbeugung anwenden!

Weisheit Nummer 3: Nasentropfen machen abhängig

Das ist eher ein Gerücht, denn mit Alkohol oder Drogen sind sie nicht zu vergleichen. Der Körper gewöhnt sich allerdings an die synthetischen Stoffe, die in abschwellenden Sprays stecken. Wenn man sie länger nimmt, kann die Nasenschleimhaut geschädigt werden. Daher gilt: abschwellende Nasentropfen höchstens eine Woche anwenden, auch bei Kindern und Säuglingen.

Unbedenklich sind Tropfen, die mit natürlichen Salzen die Nase befeuchten. Tropfen sind bei Kindern die bessere Variante als Sprays.

Weisheit Nummer 4: Rotz hochziehen macht alles schlimmer

Ein Gerücht! Den Rotz hochzuziehen ist ekelig, hat aber keinen negativen Effekt. Und wenn man das Ganze dann runterschluckt, erledigt die Magensäure die Keime.

Ärzte und Apotheker raten zum sanften Schnäuzen, um den Schleim nicht in die Nasennebenhöhlen zu pressen. Einmaltaschentücher sollten nach jedem Schnäuzen entsorgt werden.

Weisheit Nummer 5: Die Farbe des Schleims zeugt von Bakterien oder Viren

Das stimmt nur zum Teil. Wässriger Fließschnupfen deutet eher auf einen viralen Infekt hin, also eine Erkältung.

Eitriger, grüner oder gelblicher Schleim zeigt eher eine bakterielle Entzündung an. Aber wirklich sicher ist das nicht, so die Experten.

Bei einem Schnupfen kann man erst einmal gelassen bleiben, kommen Fieber, Kopf- oder Ohrenschmerzen hinzu, sollte man wohl zum Arzt.

Von Annika Ross

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