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Für Kinder Bastelvorlage für einen Familien-Stammbaum
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14:09 12.10.2018
Zurück zu den Wurzeln: Ein Stammbaum dokumentiert Familiengeschichte. Quelle: Grafik: Christiane Kunze

„Ganz der Papa“ oder „Das hast du von deiner Mama geerbt“ – diese Sätze kennt ihr bestimmt auch. Doch nicht nur eure Eltern sind ein Teil von euch, sondern noch viel mehr Vorfahren. Oma und Opa natürlich, vielleicht kennt ihr sogar eure Urgroßeltern. Aber weiter zurück in der Familiengeschichte wird die Erinnerung meist blass. Habt ihr Lust auf Zeitreise zu gehen? Hier wird euch geholfen!

  1. Anlaufstation: Standesamt

    Der erste Weg zur Familiengeschichte führt in der Regel über die Großeltern. Fragt doch eure Oma und euren Opa mal nach ihren Eltern. So findet ihr sicher schnell heraus, wie die Urgroßeltern hießen und wo sie geboren worden sind. Mit diesen beiden Anhaltspunkten könnt ihr nämlich im Standesamt des Geburtsortes eine Auskunft bekommen. Standesämter gibt es in jeder Stadt und in jeder Gemeinde, sie sammeln die wichtigsten Personendaten, unter anderem das Geburtsdatum. Wenn ihr dort einen Eintrag zu eurem Urgroßvater oder eurer Urgroßmutter findet, ergeben sich daraus wiederum weitere Hinweise auf deren Eltern (das wären dann eure Ururgroßeltern). Wie beim Schneeballprinzip lässt sich so die Linie der Vorfahren zurückverfolgen. Der Stammbaum wird immer verzweigter.

  2. Anlaufstation: Kirchengemeinde

    Weil die Leute vor 150 Jahren weniger oft umgezogen sind, kommt ihr mit dem Namen und Wohnort des Familienmitgliedes also schon recht weit. Vor Einführung der Standesämter 1875 wurden Geburten, Todesfälle und Eheschließungen in Deutschland allerdings nur in den Kirchenbüchern der Kirchgemeinde verzeichnet. In solchen Fällen müsst ihr euch an die jeweils zuständige Kirchengemeinde wenden – dafür müsst ihr folglich den Geburtsort wissen, sonst wird es schwierig. Für die Recherche und das Kopieren werden je nach Zeitaufwand Gebühren fällig.

  3. Anlaufstation: Online­-Datenbank und Sächsisches Staatsarchiv

    Wenn eure Familie über Generationen hinweg in Leipzig beheimatet war, lohnt ein Klick auf das Online-­Portal altes­leipzig.de. Die Datenbank umfasst Personen, die in Leipzig im Zeitraum von 1750 bis 1950 gelebt haben. Der Service ist kostenlos und dient als Einstieg. Darüber hinaus kann man sich in Leipzig an die Deutsche Zentralstelle für Genealogie wenden. Diese Einrichtung des Sächsischen Staatsarchivs ist ein Spezialarchiv für Personen­ und Familiengeschichte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Für die Benutzung muss man sich allerdings schon sehr gut mit dem Thema Ahnenforschung auskennen, für Neulinge ist das eher nichts.

Dass ihr selbst zur Familie gehört, belegt eure Geburtsurkunde. Lasst sie euch doch mal zeigen.

Bastelvorlage

Hier könnt ihr euch kostenlos einen Muster-Stammbaum herunterladen, um eure eigene Familiengeschichte zu dokumentieren:

Schon gewusst? Der größte Stammbaum der Welt umfasst 13 Millionen Menschen. Amerikanische und israelische Wissenschaftler haben ihn erstellt. Das Familiengeflecht reicht über 500 Jahre zurück und erstreckt sich durchschnittlich über elf Generationen.

Constanze Dietsch

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