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Für Kinder Die leckerste Eiszeit ist im Sommer – mit der besten Süßigkeit aus dem Gefrierfach
Mehr Schlingel & Familie Für Kinder Die leckerste Eiszeit ist im Sommer – mit der besten Süßigkeit aus dem Gefrierfach
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12:19 13.07.2018
Am besten schmeckt das Eis im Sommer. Quelle: pixabay.com

Eis kommt auf viele verschiedene Arten aus dem Kühlschrank in den Mund. Die häufigste Art ist das Milcheis, manchmal auch Sahneeis genannt. Es besteht – wie der Name verrät – vor allem aus süßer Sahne und viel Milch.

Ein besonders weiches Milcheis ist das Softeis aus einer Maschine. Die Eismaschine kühlt die flüssige Milchmischung und hält sie dabei ständig in Bewegung. Bevor es aus der Maschine kommt, wird das Eis noch einmal kräftig aufgeschäumt. So wird es schön „fluffig“.

Und was entsteht aus Wasser und Zucker? Genau – Wassereis. Der Geschmack kommt durch weitere Zutaten rein. Zum Beispiel durch Früchte oder Fruchtsaft. In manchen Sorten sind aber auch künstliche Aromastoffe.

Ein richtiges Fruchteis hingegen besteht zu mindestens 20 Prozent aus echten Früchten. Es kann als Milcheis oder als Wassereis zubereitet werden. Zum Beispiel so: Aus Saft, Fruchtpüree und Zucker macht man ein Fruchteis, das auch als Sorbet bezeichnet wird.

So viele Sorten

So macht’s die Eisdiele Cornelia Weißbach macht mit ihrem Mann Axel Weißbach seit acht Jahren Eis in ihrem Leipziger Café Eisträumerei. Sie weiß genau, wie es geht. Was muss in ein richtig gutes Eis also rein? „Milch“, sagt sie. Und zwar echte, kein Milchpulver. „Für ein schönes, mundiges Eis kann man auch Sahne hinzufügen.“ Ganz wichtig ist Zucker. Der muss sein. „Es ist der Zucker, der das Eis weich macht“, erklärt sie. „Wenn wir den vergessen, wird das Eis am Ende knochenhart und wir können es nicht löffeln.“

Wer hat's erfunden?

Bekannte Eissorten wie Stracciatella oder Mocca klingen italienisch. Erfunden wurde das Speiseeis aber ganz woanders – nämlich in China. Und da ist es schon seit einigen tausend Jahren bekannt.

So komisch es klingt: Ein kaltes Eis muss erst einmal heiß gemacht werden. „Milch, Zucker und Eispulver werden auf etwa 90 Grad erhitzt, sodass es noch nicht ganz kocht.“ Dann ist Geduld gefragt. Das ist nicht ganz einfach, wenn es um Eis geht, muss aber sein. „Das Eis muss richtig reifen. Wir müssen es also mindestens sechs Stunden lang einfach stehen lassen, damit es gut schmeckt.“ So lange wird die Eismasse bei vier Grad in der Maschine gekühlt und bewegt. „Ruhig und rund“, sagt Cornelia Weißbach, „das macht das Eis schön cremig.“ Erst danach werden je nach Sorte die restlichen Zutaten dazugegeben – zum Beispiel Vanille oder Schokolade oder frische Früchte. Die Eismaschine macht das Eis anschließend fertig und es kann serviert werden.

Fruchteis selber machen - So geht's

Ein frisches und fruchtiges Eis kann man ganz leicht selber machen. Man braucht dafür nur Eisförmchen oder kleine Pappbecher, dazu Eisstiele aus Holz oder aus Plastik und natürlich die richtigen Zutaten.

Am einfachsten ist ein Safteis. Hierfür gießt ihr euren Lieblings-Fruchtsaft in die Eisförmchen, dazu kommen klein geschnittene Früchte. Das Safteis muss im Gefrierschrank „anfrieren“. Wenn es noch nicht ganz fest ist, kommen die Eisstiele rein –so halten sie ohne Rutschen.

Weich und fruchtig wird Smoothie-Eis. Dafür braucht man zuerst einen Smoothie. Also, Früchte in den Mixer und am besten von den Eltern gut durchmixen lassen. Das Eis wird schön cremig, wenn ihr etwas Milch, Joghurt oder Banane dazugebt. Wie beim Safteis kommt der Stil erst rein, wenn das Eis schon ein bisschen fester geworden ist. Dann geht es wieder ab in den Gefrierschrank, bis das Smoothie-Eis so richtig fest ist.

So essen es die Kleinen und die Großen gern

Welche Eissorten gehören denn unbedingt in eine Eisdiele? „Immer erst Vanille und Schoko, die müssen sein“, sagt Cornelia Weißbach. Und hat gleich eine Mathe-Aufgabe parat: „Wir machen in der Woche bis zu 15 Schalen Vanille- und Schokoeis. Aus jeder Schale können wir 50 Eiskugeln machen.“ Wie viele sind das in der Woche? Die Antwort ist: Viele! 750 Eiskugeln sind es genau. Nur Schoko und Vanille.

Sind das auch die Lieblingssorten der Gäste im Café? „Wir haben mal eine Umfrage gemacht und tatsächlich war das Lieblingseis unserer Gäste Schoko und Vanille“, bestätigt die Eismacherin. Fruchteis ist vor allem im Sommer beliebt, auch Sorbet wird gern gegessen.

Nur die ganz kleinen Gäste haben ihre ganz eigene Vorlieben. „Schrecklicherweise mögen sie das blaue Eis am liebsten!“ Kleine Kinder suchen sich ihr Eis eher nach knallbunter Farbe als nach Geschmacksrichtung aus.

So verrückt geht’s auch

Es ist aber nicht alles Schoko-Vanille. In einer Eistheke finden sich heute noch viele andere Sorten – Butterkeks, Stracciatella oder gesalzenes Karamell. So weit, so normal. Manchmal haben die Eismacher aber Lust, etwas völlig Neues auszuprobieren. Dann landen auch mal Gurke-Dill-Eis oder Kürbiseis in der Auslage. Das ist vielleicht ein kleiner Tipp für Eltern: Gemüse in essbarer Form!

Auch die verrückten Ideen ihrer Kunden verwandelt Cornelia Weißbach in Eis. Zum Beispiel Orange mit Basilikum, ein Eis mit Biergeschmack und – kein Scherz – Tomate mit Pumpernickel und Schafskäse. Das hat der Eismacherin aber nicht geschmeckt, gibt sie lachend zu. Sie selbst mag am liebsten Limetteneis mit Basilikum. „Das ist ganz einfach: Limettensaft mit Basilikum. Richtig gut gequirlt ergibt das ein tolles Eis und ist einfach selbst zu machen.“

Juliane Groh

Schon gewusst?

Erdbeere + Vanille + Schoko = Fürst-Pückler-Eis

Beim Lieblingseis der Deutschen gibt es drei klare Favoriten: Vanille, Schokolade und Erdbeere. Zusammen ergeben diese drei Sorten das Fürst-Pückler-Eis. Zum ersten Mal tauchte es im Jahr 1839 im Kochbuch des Königlich-Preußischen Hofkochs Louis Ferdinand Jungius auf. Der Koch widmete das neue Eis Hermann von Pückler-Muskau – dem Fürsten. Das muss man sich mal vorstellen: ein neues Eis, das extra für einen erfunden wird. Cool!

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