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Für Kinder Klima in Not: Können wir unseren Planeten retten?
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12:30 14.12.2018
Eisbären könnten schon bald ausgestorben sein. Weil sie kein Eis mehr finden, von dem aus sie auf Robbenjagd gehen können, werden sie immer schwächer. Quelle: dpa

Vor drei Jahren, im Dezember 2015, hatten sich Vertreter aus vielen Ländern der Erde in Paris auf einen Weltklimavertrag geeinigt. In diesem Vertrag steht, dass es welt weit auf der Erde nicht mehr als zwei Grad wärmer werden soll als es vor etwa 150 Jahren war. Wenn möglich soll die Erderwärmung sogar auf 1,5 Grad beschränkt werden.

Seit diesem Beschluss in Paris ist in Sachen Klimaschutz allerdings nicht viel passiert. Kaum ein Staat hat die bisherigen Klimaziele erreicht. Im Gegenzug haben die Treibhausgaswerte neue Rekorde erreicht statt abzunehmen. 

Das klimaschädliche Gas CO2 entsteht zum Beispiel, wenn Erdöl, Kohle oder Erdgas verbrannt werden – in Kraftwerken und Fabriken, beim Autofahren oder Fliegen und beim Heizen.

Viele Menschen kritisieren zudem, dass nicht genug kontrolliert wird, ob sich die Länder wirklich an die neuen Schutzziele halten.

Experten sagen: Wenn die Erderwärmung noch gestoppt werden soll, muss jetzt schnell etwas geschehen. Denn jeder noch so kleine Temperaturanstieg hat Folgen. Dürren und extreme Hitzesommer, aber auch Überschwemmungen und heftige Unwetter könnten deutlich zunehmen, wenn sich die Erde weiter erwärmt.

Wüstenzeit

Durch den Klimawandel wird es in trockenen Gebieten noch heißer. Ohne Regen vertrocknen die Pflanzen und es wachsen kaum welche nach. Dadurch entstehen immer mehr Wüsten – zum Beispiel in Chile, Namibia oder in den USA.

Und an den Rändern einiger Wüsten leben Menschen und Tiere. Die Menschen bauen dort Nahrungsmittel an. Wenn die Pflanzen dann abgeerntet sind, wächst kaum etwas nach – die Wüste wird größer, die Ernten werden schlechter.

Außerdem kommt es schneller zu Waldbränden wie im Sommer in Schweden und kürzlich in Kalifornien, in den USA.

Eisbären sterben aus

Wenn das „Zwei-Grad-Ziel“ nicht eingehalten wird, könnte das heftige Folgen haben, sagen die Experten. Dann schmelzen zum Beispiel Eisflächen rund um den Nord- und Südpol und damit verschwindet auch der Lebensraum der Tiere, die dort leben.

Eisbären finden zum Beispiel keine Nahrung mehr. Die Robbenjagd wird für sie immer schwieriger, da die Bären auf dem dünnen Eis einbrechen oder erst gar nicht nah genug an die Robben herankommen.

Oft ertrinken sie, weil sie sich auf dem Eis nicht weiter bewegen können – sie können zwar schwimmen, aber auch nicht ewig.

Zudem finden sie so immer weniger Partner für die Fortpflanzung.

Der Eisbär, der einsam auf einer Eisscholle treibt, ist zum Symbol für das Schmelzen der Polkappen geworden.

Inseln verschwinden

Und auch an heißeren Orten wird es brenzlig. Wenn das Meerwasser wärmer wird, ist das für Pflanzen und Tiere ein Problem.

Ein Beispiel dafür sind die Korallen: Die sonst so bunten Meerestiere bleichen aus und sterben schließlich ab.

Wenn der Meeresspiegel nur um wenige Zentimeter ansteigt, sind viele Inseln in Gefahr. Die Inseln im Pazifischen Ozean liegen teilweise nur knapp über dem Meeresspiegel.

Aber auch bei uns in Deutschland kann man das Steigen des Meeresspiegels beobachten. Inseln wie Pellworm melden viel öfter „Land unter“ als noch vor wenigen Jahren. Das heißt, dass die Deiche der Insel das viele Wasser nicht mehr halten können und die Inseln praktisch volllaufen wie eine Badewanne. Irgendwann werden diese Inseln ganz verschwinden.

Das betrifft auch die Niederlande, die ebenfalls nah an den Küsten liegen und immer mehr von ihren Ufern einbüßen müssen.

Was tun?

Die Frage, die sich viele Menschen stellen, ist: Was kann ich tun?

Das Klimaproblem ist ein riesiges, und es kann nur gelöst werden, wenn ganz viele Menschen mithelfen.

Wir alle verbrauchen die Rohstoffe unserer Erde, deswegen müssen wir alle anpacken, um unsere Erde zu schonen. Und manchmal können schon kleine Dinge helfen.

Von Annika Ross

Tipps für einen klimafreundlichen Alltag:

  • regionale Produkte kaufen
  • weniger Tierprodukte konsumieren
  • Produkte aus Bio-Anbau kaufen
  • Papierverbrauch reduzieren
  • Nachfüllpacks bevorzugen
  • Leitungswasser trinken statt abgefülltes Mineralwasser
  • Stoffbeutel statt Plastiktüten nutzen
  • Energiesparend kochen mit Deckel, Kochtopf in richtiger Größe verwenden
  • Wasserkocher statt Herd nutzen
  • duschen statt baden
  • Wäsche bei niedriger Temperatur waschen, auf den Trockner verzichten
  • Heizung nachts runterdrehen, Rollläden und Vorhänge schließen, Stoßlüften
  • bei Neuanschaffung von Elektrogeräten auf Energieverbrauch achten
  • Elektrogeräte ganz abschalten statt Stand-by-Modus zu nutzen
  • Geschirrspüler und Waschmaschine im Energie-Sparmodus laufen lassen
  • Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Flüge vermeiden
  • Fahrgemeinschaften nutzen
  • gebraucht kaufen, Sachen reparieren, wieder- und weiterverwenden
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