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Für Kinder Wie Martin heilig geworden ist: Die Bedeutung des Martinstages
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10:56 09.11.2018
Martin, ein römischer Soldat, war der Legende nach immer hilfsbereit. (nachgestellte Szene) Quelle: dpa

Aber wie ist er eigentlich heilig geworden?

Martin wurde der Legende nach im Jahr 316 nach Christus als Sohn eines römischen Offiziers in Pannonien im heutigen Ungarn geboren. Aufgewachsen ist er in Pavia in Italien. Mit fünfzehn Jahren ging er zur Armee und wurde Soldat und bald darauf Offizier. Schon während seiner gesamten Armeezeit war Martin ein hilfsbereiter Mensch.

An einem Februarmorgen kehrte der 22-jährige Martin von einem nächtlichen Ritt heim. Es war ein harter Winter mit klirrendem Frost, zudem tobte ein Schneesturm.

Gerade als Martin zum Stadttor hinein wollte, schwankte aus einer Nische im Torbogen ein zerlumpter Bettler hervor. Sein zerfetztes Gewand bedeckte ihn kaum, er schien halb erstarrt vor Frost. „Eine Gabe, guter Herr“, bettelte der Fremde. Martin hatte kein Geld bei sich, weil er gerade seinen ganzen Sold (also seinen Arbeitslohn) an arme Bauern verschenkt hatte, damit sie ihre Steuern zahlen konnten.

So nahm er seinen weiten roten Mantel und halbierte ihn mit seinem Schwert. Die eine Hälfte warf er dem Bettler über die Schultern, die andere behielt er. So überlebte der Bettler den Schneesturm, und Martin vollbrachte eine gute Tat.

In der folgenden Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Nach diesem Erlebnis ließ Martin sich taufen. Er verließ den Militärdienst und ging in die französische Stadt Poitiers zu Bischof Hilarius, der sein Lehrer wurde.

Da Martin so ein hilfsbereiter Mensch war, wurde er bei der Bevölkerung sehr beliebt. Die Leute baten ihn, Bischof der Stadt Tours zu werden.

Eine Legende erzählt davon, dass Martin sich dazu nicht würdig genug fühlte und sich in einem Gänsestall vor dem Volk versteckte. Die Leute suchten ihn mit Laternen in der Hand. Die Gänse in diesem Stall schnatterten aber so laut, dass sie Martin verrieten – und zur Strafe ließ Martin sie dann braten. Daher kommt auch der Brauch, dass man am 11. November in manchen Gegenden eine Martinsgans isst und mit der Laterne geht.

Martin wurde schließlich doch noch Bischof und blieb fast 30 Jahre im Amt. In dieser Zeit hat er angeblich zahlreiche Wundertaten und Heilungen vollbracht. Als er mit fast 80 Jahren starb, kamen die Leute von nah und fern zu seiner Beerdigung, denn Martin war sehr berühmt geworden.

Von Annika Ross

Schlingel-Laternenumzug

Bei uns gibt es zwar keinen Soldaten auf einem Schimmel, dafür aber ein Erdmännchen mit Stimmung im Gepäck.

Unser Maskottchen, der Schlingel, wird am 11. November den großen Laternen-Umzug durch das Leipziger Rosental anführen. Alle Kinder und Eltern, Omas und Opas sind ganz herzlich eingeladen.

Treff ist um 16.30 Uhr vor der „Hacienda Las Casas“ (Zoo) auf der Rosentalseite.

Um 17 Uhr beginnt der Laternenumzug mit musikalischer Begleitung und wird gegen 17.30 Uhr zu Ende sein.

Dann gibt es vor der Hacienda ein kleines Mitmachprogramm mit Show-Musiker Zwulf und der Gelegenheit, sich zu verköstigen.

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