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Ratgeber Keine Lust auf Oma und Opa: Wie Eltern helfen können
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08:50 08.10.2018
Was tun, wenn die Kinder nicht zu Oma und Opa wollen? Quelle: pixabay.com

Am Anfang sollten sie deshalb vor allem auf Vermittlung setzen, rät Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Werden sie dabei mit Vorwürfen von Seiten der eigenen oder der Schwiegereltern konfrontiert, ziehen sie sich am besten auf neutralen Boden zurück. Etwa, indem sie sagen: „Ich habe auch keine Ahnung, was da gerade los ist.“

Das ist noch nicht einmal gelogen, denn gerade kleine Kinder wissen oft selbst nicht, wo gerade der Schuh drückt. Eltern können die Wogen glätten, indem sie in der nächsten Zeit ihr Kind nicht alleine bei den Großeltern lassen, sondern dabei sind. Und mit dem Kind können sie gemeinsam versuchen zu überlegen, was es braucht, damit es sich wohler fühlt: Kann es helfen, das Lieblingsspiel mit zu Oma und Opa zu nehmen? Oder Opa zu bitten, dass er mit einem den Lieblingscomic kaufen geht?

Enkel brauchen keine spektakulären Ausflüge

Kommen die Enkel zu Besuch, möchten Großeltern ihnen etwas bieten. Besonders soll es sein. Etwas, woran sich die Kinder später erinnern. Das sei gut gemeint, sagt der Gerontologe Prof. Eckart Hammer, der an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg lehrt. Anlassbezogen - etwa nach dem Zeugnistag oder zum Geburtstag - sei das auch absolut sinnvoll.

Großeltern sollten aber bedenken: „Die Zeit mit ihnen ist immer etwas Besonderes, einfach, weil sie anders ist.“ Schon eine andere Abendroutine, andere Gerichte, andere Vorlesebücher machen den Aufenthalt bei Oma und Opa zu einem Erlebnis. Da brauche es nicht zwingend einen Besuch im Freizeitpark. Oder wie Hammer es formuliert: „Großeltern müssen fast nichts, dürfen aber fast alles.“

„Großeltern sind unglaublich wichtige Menschen im Leben des Kindes“, sagt Ritzer-Sachs. Trotzdem muss das Bedürfnis von Sohn oder Tochter an erster Stelle stehen: Wenn sie partout nicht hinwollen, können Eltern es nicht erzwingen. Manchmal kann es helfen, für eine Weile Druck aus der Situation zu nehmen - etwa, indem man kurzzeitig andere Personen zur Betreuung einspannt.

dpa

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