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Taktik und Alternativen: Vier Wege zum Medizinstudium

Arbeit Taktik und Alternativen: Vier Wege zum Medizinstudium

Studienplätze in Medizin sind rar und begehrt. Doch auch mit durchschnittlicher Abiturnote sind die Chancen nicht ausweglos. Wer flexibel und zu Umwegen bereit ist, hat Möglichkeiten seinem Traumjob einen Schritt näher zu kommen.

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Es gibt verschiedene Wege, die zu einem Studienplatz in Medizin führen.

Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Gütersloh. Kaum etwas ist an Hochschulen so schwer zu ergattern wie ein

Studienplatz in Medizin. Richtig gute Chancen haben nur Schulabgänger mit einem glatten Einser-Abi. Für alle anderen wird es schwer - aussichtslos ist die Lage aber nicht. Vier Wege zum Medizinstudium im Überblick:

- Die Bewerbung aufpolieren: Studienplätze für Medizin vergibt in Deutschland die Stiftung für Hochschulzulassung. Interessenten bewerben sich also nicht bei den Unis direkt. Die Hochschulen haben aber trotzdem alle eigene Kriterien, nach denen sie Plätze vergeben - darunter nicht nur die Abinote. Welche das sind, erklärt die Stiftung auf dem Portal

Hochschulstart. Je nach Wunschuni kann es sich daher lohnen, sich zum Beispiel sozial zu engagieren oder für bessere Noten in den Naturwissenschaften zu büffeln.

- Taktisch bewerben: Weil die Unis etwa 60 Prozent der freien Plätze nach eigenen Kriterien vergeben, spielt auch die Ortspräferenz eine wichtige Rolle. Nach Angaben des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) laden viele Unis eher die Bewerber zu Auswahltests oder Gesprächen ein, die sie als Erstwunsch angegeben haben. Wer also eine eher unpopuläre Uni ganz oben auf die Wunschliste packt, hat vielleicht etwas bessere Chancen.

- Wartezeit sinnvoll überbrücken: Bis zu 15 Wartesemester oder 7,5 Jahre sind es aktuell, eine ganz schön lange Zeit. Sie lässt sich aber sinnvoll nutzen, mit einer Berufsausbildung im medizinischen oder pflegerischen Bereich etwa. Manche Hochschulen berücksichtigen derartige Berufserfahrung sogar bei der Studienplatzvergabe. Etwas anderes zu studieren, um später in die Medizin zu wechseln, funktioniert dagegen nicht: Studiensemester an deutschen Hochschulen werden nicht auf die Wartezeit angerechnet.

- Alternative Wege einschlagen: Von denen gibt es im Wesentlichen drei. Erstens das potenziell teure und ebenfalls umkämpfte Studium an einer privaten Hochschule in Deutschland. Zweitens die

Bundeswehr, bei der man sich für das Medizinstudium mindestens 17 Jahre verpflichten muss. Und drittens das

Medizinstudium im Ausland. Deutschsprachige Angebote gibt es natürlich in Österreich, aber zum Beispiel auch in Ungarn oder Bulgarien.

dpa

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