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Berufsbilder Vorgestellt: Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/frau bei der Sparkasse Leipzig
Mehr Studium & Beruf Berufsbilder Vorgestellt: Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/frau bei der Sparkasse Leipzig
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13:01 12.07.2018
Einblick in den Ausbildungsalltag eines Sparkasse-Azubis Quelle: André Kempner

Kaum das Gebäude nördlich des Leipziger Innenstadtringes betreten, geht es auch schon in die Ferne – genauer gesagt nach Tokio. So heißt ein Schulungsraum, aus dem die Stimmen gut gelaunter junger Menschen dringen. Knapp zehn Auszubildende absolvieren gerade ein Verkaufstraining.

Eine von ihnen ist Anna S. Die 18Jährige hat vergangenen Sommer ihre Lehre begonnen. „Eigentlich wollte ich was Soziales machen, vielleicht Psychologie studieren“, sagt die Grimmaerin. Ein Nebenjob, bei dem die damalige Schülerin ihr erstes eigenes Geld verdiente, brachte sie aber auf den Geschmack. „Ich wollte nicht so lange studieren, stattdessen lieber weiter Geld verdienen.“ Ihr Ziel: ein duales Studium. Sie bewarb sich bei der Sparkasse. Die empfahl ihr stattdessen eine Ausbildung. „Heute bin ich darüber froh.“

Anna ist eine von circa 35 Auszubildenden, die jedes Jahr bei der Sparkasse ihre Ausbildung beginnen. Dazu zählen neben Bankkaufleuten auch Kaufleute für Büromanagement und Bachelor-Studierende der Bankwirtschaft. Zwei Drittel der Bankkaufleute haben Abitur, so wie Anna, ein Drittel einen Realschulabschluss. Männer und Frauen halten sich die Waage. Die Ausbildungsordnung veranschlagt drei Jahre, die Sparkasse Leipzig bietet eine Verkürzung auf zweieinhalb an. Die Azubis sind zwischen 16 und 30 Jahre alt.

„Sie haben schon Erfahrungen in anderen Berufen gemacht und dann festgestellt, dass diese doch nicht so gut zu ihnen passen“, erklärt Marion Gerlach, Gruppenleiterin Aus und Weiterbildung. Die Ausbildung in einer Bank – sie ist noch immer reizvoll für viele junge Menschen. Und doch ist eine Veränderung spürbar. „Wir hatten mal bis zu 600 Bewerbungen im Jahr. Inzwischen liegen wir bei 450“, verdeutlicht Gerlach. Daraus rekrutiert das Unternehmen in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren seine Azubis.

Was die mitbringen müssen? „Schulnoten sind nicht mehr alles. Wir suchen optimistische, freundliche, selbstständige Menschen, die vernünftige Noten in den Kernfächern Mathe und Deutsch vorweisen können und eigene Ideen einbringen möchten“, sagt Gerlach. Denn die zweieinhalbjährige Ausbildung ist vielseitig. Die Azubis erleben in einer Filiale den direkten Kundenkontakt im Servicebereich und auch in der Beratung von Privatkunden. Sie besuchen Seminare, erarbeiten gemeinsam eigene Projekte, die sie mit anderen Abteilungen im Unternehmen vernetzen, nehmen an Unternehmensveranstaltungen teil und gehen natürlich auch zur Berufsschule.

Langweilig wird hier niemandem. Und auch alleingelassen wird keiner. Dadurch, dass die Azubis ihre komplette Ausbildung über in einer Filiale verbringen, sind sie dort voll integriert. Die Kollegen wissen, was sie schon können und setzen sie entsprechend ein.

Ausbildungsdauer: drei Jahre

Vergütung Bundesdurchschnitt*:
1. Jahr: 970 bis 976 Euro
2. Jahr: 1020 bis 1038 Euro
3. Jahr: 1080 bis 1100 Euro

Deine Lieblingsfächer: Deutsch, Wirtschaft, Mathe

Deine Perspektiven (Auswahl): Fachberater - Finanzdienstleistungen, Fachwirt - Bank, Ausbilder, Studium Betriebswirtschaftslehre
*Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de

„Ich hatte etwas Angst davor, nicht gut ins Team reinzukommen“, erinnert sich Anna. „Das hat sich aber nicht bestätigt. Das Team ist vom Alter sehr gemischt. Die Kollegen sind sehr nett, die Filiale ist super, es ist wie in einer kleinen Familie.“ Hier hilft sie Kunden bei der Bedienung der Automaten, vereinbart für sie Termine, eröffnet Konten, bespricht OnlineBanking und BausparVerträge. Was sie selbst noch nicht kann, lernt sie von den Kollegen, die sie in alle Vorgänge einbeziehen. Für all das werden die Auszubildenden in verschiedenen Seminaren fit gemacht – etwa von Verkaufstrainer Bastian Breitenborn.

„Wir Trainer erkennen die Potenziale der Azubis und begleiten sie individuell, um das Beste aus ihnen herauszuholen“, sagt der 27Jährige. Vom ersten „Hallo“ bis zum Kontakthalten nach der Beratung. „Danach weiß ich, was ich machen muss“, sagt Anna. Die Auszubildende ist dynamisch und mutig, scheut sich nicht, Kunden eigeninitiativ anszusprechen. „Das ist nicht jedem in die Wiege gelegt“, sagt Breitenborn, „man kann es aber trainieren. Und es ist toll zu sehen, wie sich die Azubis mit unserer Unterstützung entwickeln!“

Patricia Liebling

azubify

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