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Nachhaltigkeit für Unternehmen

Anti-Greenwashing Nachhaltigkeit für Unternehmen

Moderne Unternehmen sollten das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen und sich bemühen, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu werden. Dieser Beitrag liefert Gründe, weshalb ein gutes Unternehmen nachhaltig sein sollte und Hinweise, wie es - zumindest in Teilen - gelingen kann. 

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Wie können Unternehmen Verantwortung zeigen?

Quelle: fotolia.com © stockpics

Vorbei sind die Zeiten, in denen man Plastiktüten umsonst bekam, sich um Abgaswerte nicht scherte und das Wort Mülltrennung zu einem müden Lächeln führte: Das Thema Nachhaltigkeit ist endgültig in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. 

Was ist Nachhaltigkeit?

Viele Menschen verstehen unter Nachhaltigkeit lediglich eine umweltfreundliche Ausrichtung. Und natürlich ist diese auch für Unternehmen zu berücksichtigen, jedoch nicht als einziger Punkt. Soziale Nachhaltigkeit und die Rolle eines Unternehmens als gesellschaftlicher Mitgestalter spielen ebenso eine Rolle wie die Tatsache, dass Nachhaltigkeit je nach Branche gelebt werden muss: So sind für die Lebensmittelbranche andere Beiträge wichtig als für die Automobilindustrie, die besonders bei der Fertigung und Verwertung von Fahrzeugen auf Erfolge verweist.

Warum nachhaltiger werden?

Nachhaltigkeit berührt Unternehmerinnen und Unternehmer aus vielerlei Gründen. Das gestiegene Interesse an dem Thema führt dazu, dass Endkonsumenten und Geschäftskollegen gleichermaßen mehr auf das Verhalten ihrer Partnern achten. Daher ist es schon aus einem rein wirtschaftlichen Interesse sinnvoll, das Thema mit der gebotenen Aufmerksamkeit zu berücksichtigen.

Und nicht nur das: Bereits 2012 belegte eine Studie (PDF, 1,03MB) der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, dass nachhaltige Unternehmen erfolgreicher arbeiten. Da der Trend hin zu einem bewussteren Umgang mit Ökologie und Ressourcen eher zu- als abgenommen hat, wird diese Tendenz sich eher verstärkt haben.

Auch die Medien haben das Thema für sich entdeckt. Unternehmen, die auf die schonende Verwendung von Ressourcen pfeifen, geraten schnell in den Fokus der Presse – negativere Publicity gibt es heute kaum noch.  

Wie es nicht funktioniert – Greenwashing

Bevor wir zu der richtigen Art von Förderung für die Nachhaltigkeit kommen, sei hier kurz das Gegenteil davon angeschnitten: Greenwashing. Der Begriff bedeutet, dass Unternehmen das Thema benutzen, um in der Öffentlichkeit einen besseren Eindruck zu machen, obwohl sich hinter der Fassade keine nachhaltige Betriebspolitik verbirgt.

Ein klassisches Beispiel für eine solche Strategie ist das Verwenden von nicht-zertifizierten Biosiegeln, oder die Behauptung, das eigene Produkt sei fair gehandelt, obwohl dies nicht der Fall ist.

Problematisch sind diese Beispiele schon deshalb, weil das betreffende Unternehmen sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen möchte, der ihm eigentlich nicht zusteht. Kommt dieser Umstand ans Licht der Öffentlichkeit, leiden aber auch alle Unternehmen darunter, die sich die Corporate Social Responsibility nicht nur auf die Fahnen geschrieben haben, sondern aktiv umsetzen.

Nachhaltige Entwicklung fördern

Nachhaltige Entwicklung zu fördern bedeutet praktisch das Gegenteil davon, nur auf Jahresabsätze zu schauen. Stattdessen geht es um ein gesundes, nachhaltiges Wachstum, das nicht nur bessere Zahlen bringt, sondern sich für eine ressourcenschonendere Zukunft aufstellt. Lange Jahre sind seit der Industrialisierung vergangen, in der derlei Faktoren keine Rolle spielten – doch wie eng begrenzt die Vorkommen der natürlichen Ressourcen unseres Planeten sind, wird immer klarer.

Im Kleinen anfangen – Großes schaffen

Gutes Nachhaltigkeitsmanagement beginnt bei den kleinsten Beobachtungen. Wie können Unternehmen der Verschwendung von Ressourcen entgegenwirken?

Schon beim Abtrocknen der Hände auf den firmeneigenen WCs kann man meistens optimieren: Statt der Papierhandtücher , die zum Hände trocknen ohnehin nicht sonderlich effizient sind, kann man einen Lufttrockner installieren . Auf lange Sicht könnte dieser sogar Kosten sparen!  Allerdings müssen diese Geräte häufiger gereinigt werden, da ansonsten Keime verteilt werden.

Gibt es eine Kaffeemaschine für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Funktioniert diese mit Kapseln? Zu Recht gelten die Aluminium-Kapseln als Umweltgift, auch wenn einige findige Unternehmen mittlerweile auf abbaubare Materialien setzen.

Zeichen setzen – nach innen und außen

Auch bei Exportgeschäften kann versucht werden, möglichst auf Flüge zu verzichten . Viele Flüge können heute mit den Möglichkeiten der Video-Konferenzen ersetzt werden. Natürlich gibt es besonders in Branchen, deren Geschäfte fast immer auf persönlichem Kontakt aufbauen, die Notwendigkeit, Flugreisen zu buchen. Doch auch dann gibt es einige hilfreiche Tipps, um Flugreisen ökonomischer zu gestalten.

Fäuste gegeneinander können Zusammenhalt symbolisieren

Auch bei den Werbegeschenken lassen sich Zeichen setzen. So gibt es wiederverwertbare Coffee to Go Becher als Werbegeschenk, die gleich in mehrfacher Hinsicht wertvoll sind: Sie bestehen beispielsweise aus dem schnell nachwachsenden natürlichen Rohstoff Bambus, sind leicht und spülmaschinentauglich. Wer sie verschenkt, trägt mit zur Lösung des Müllproblems bei und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass Nachhaltigkeit für seine Firma ein wichtiges Thema ist – PR und echte Wirkung gehen hier quasi Hand in Hand. Auch Kunden können mit diesen Bechern Gutes für die Umwelt tun und erhalten in vielen Coffeeshops einen Preisnachlass.

Firmen geben ihren Mitarbeitern Smartphones für den Dienst. Fast immer sind diese von Großunternehmen. Aber warum nicht auf eine innovative Lösung setzen? Die sogenannten Fairphones waren so erfolgreich, dass sie jetzt in die zweite Auflage gehen. Der Clou: Es handelt sich um ein modulares Smartphone. Dies bedeutet, dass defekte Teile von Laien ausgetauscht werden können.

Vorbei also die Zeiten, in denen man sein Handy wegschmeißen musste, wenn ein einzelnes Teil defekt war. Und es handelt sich um ein fair gehandeltes Telefon – gerade die Beschaffungsbedingungen für Seltene Erden sind oft alles, nur nicht human.

Nachhaltigkeit für jede Branche anders denken

Jedes Unternehmen kann nachhaltiger werden – es braucht nur die richtigen Ideen für die richtige Branche. Firmenchefs sollten überlegen, wie sie dazu beitragen können und welche Produktionsabläufe besser, effizienter und gleichzeitig verantwortungsbewusster werden könnten.

Kleine Details reichen zu Beginn, um dann nach und nach zu größeren Themen vorzustoßen – so können Veränderungen in Gang gesetzt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon überzeugt werden, dass das Ganze Sinn macht und kein Selbstzweck ist, sondern ein Beitrag zum Wohl des Unternehmens und der gesamten Umwelt.

Redaktion

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