Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Studium Überheblichkeit und Anspruch: Typische Absolventen-Fehler
Mehr Studium & Beruf Studium Überheblichkeit und Anspruch: Typische Absolventen-Fehler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 09.10.2015
Top-Ausbildung und ganz schöne gute Noten: Da wird das Gegenüber ja wohl angemessen beeindruckt sein? Manchen Personaler nervt das übertriebene Anspruchsdenken junger Absolventen. Quelle: Monique Wüstenhagen
Anzeige
Berlin

Sie kauen Kaugummi im Bewerbungsgespräch oder kommen statt im Anzug in Jeans: Solche Missgeschicke passieren jungen Bewerbern immer wieder.

Trotzdem: "Die meisten sind super vorbereitet, haben tolle Fragen und sind angemessen angezogen", sagt Christa Stienen, Vize-Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager. Beim Thema Missgeschicke in Sachen gutes Benehmen denkt sie eher an diese drei Punkte:

Überheblichkeit: Bachelor an einer Top-Uni und danach noch eine Business-School absolviert. Viele Absolventen sind heute außergewöhnlich gut ausgebildet. In der Folge kann Selbstüberschätzung ein Problem sein. "Mancher will sofort die ganze Organisation umkrempeln, oder er hat die Vorstellung, gleich CEO zu werden", sagt Stienen. Praxis-Erfahrung in einem größeren Umfang haben die Absolventen aber nicht. Und bei manchem fehlt auch die Bereitschaft, sich auf die Unternehmenskultur einzulassen. Stienen rät, sich die Zeit zu nehmen, sich erst einmal in der Unternehmenskultur zurechtzufinden.

Anspruchsdenken: Knackige Vorstellungen beim Gehalt und der Wunsch, schnell viel gestalten zu können: Die Ansprüche mancher Absolventen sind ganz schön hoch. Gleichzeitig lässt die Arbeitsmoral bei dem einen oder anderen nach der Probezeit spürbar nach. So etwas mache einen schlechten Eindruck, und der häufig so ersehnte Aufstieg im Unternehmen wird dadurch verwehrt, sagt Stienen. Sie rät: Die Ansprüche müssen mit der Leistung übereinstimmen. Das bedeutet auch, erst einmal anpacken!

Ob Absolventen nach dem BWL-Studium in einem Rüstungsunternehmen anfangen oder bei einer Umweltorganisation durchstarten wollen, macht einen Unterschied. Bei so einem plakativen Beispiel ist das offensichtlich. Stienen beobachtet jedoch nicht selten, dass Absolventen sich mit der Branche, in die sie sich bewerben wollen, gar nicht ausreichend beschäftigt haben. Wer nicht plausibel darlegen kann, warum er sich in der jeweiligen Branche bewirbt, macht einen schlechten Eindruck. Sie rät daher, sich klarer darüber zu werden: Wo will ich eigentlich hin? Was passt zu mir und was sind meine Werte?

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das neue Semester beginnt. Doch einige Studienplatzbewerber sind leer ausgegangen. Für sie ist eine Klage eine Option - allerdings eine kostspielige. Und es bleibt nur wenig Zeit.

09.10.2015

Referate gehören zum Studium dazu. Viele Erstsemester müssen in den kommenden Wochen und Monaten erstmals vor Professor und Kommilitonen sprechen. Dabei warten diverse Stolperfallen - die sich mit einfachen Tipps und Tricks leicht umgehen lassen.

09.10.2015

Ein bisschen Druck im Studium fördert die Leistung. Doch was, wenn Studierende so viel Stress haben, dass sie schon Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Depressionen plagen?

09.10.2015
Anzeige