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120 Bahnreisende sitzen wegen Unwetter im Zug fest - Taxis werden für Weiterfahrt gerufen

120 Bahnreisende sitzen wegen Unwetter im Zug fest - Taxis werden für Weiterfahrt gerufen

Ein Unwetter hat an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu erheblichen Schäden an einer Bahn-Oberleitung geführt. Etwa 120 Bahnreisende blieben am Samstagabend auf der Strecke Berlin-Dessau hinter Medewitz (Potsdam-Mittelmark) stecken, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag mitteilte.

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Bedrohlich brauen sich die Wolken über dem Ort zusammen (Symbolbild).

Quelle: dpa

Berlin/Medewitz. Sie seien mit Taxen weiterbefördert oder nach Berlin zurückgebracht worden. Der Fernverkehr war laut Bahn nicht betroffen.

Am Sonntag hingegen kam Sachsen-Anhalt nach einer Unwetterwarnung glimpflich davon. Einem Sprecher des Lagezentrums in Magdeburg waren am Abend keine größeren Schäden bekannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Teile Sachsen-Anhalts eine Unwetterwarnung herausgegeben. Vor allem für die Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Salzlandkreis und die Stadt Dessau-Roßlau wurde vor heftigen Gewittern, starkem Regen und Sturmböen gewarnt.

Nach Angaben der Bahn waren bei einer Gewitterfront mit Windhose am Samstag Gegenstände durch die Luft gewirbelt und Bäume beschädigt worden. Das habe zu einem Kurzschluss geführt. Die Oberleitung wurde auf einer Länge von etwa 200 Meter beschädigt worden, wie ein Bahnsprecher berichtete. Sechs Regionalzüge fielen teilweise aus.

Nach Angaben der Bahn dauerten die Reparaturarbeiten auf der Strecke bis Sonntagmorgen um 4.35 Uhr. „Der Schaden war beträchtlich, so dass die Arbeiten relativ aufwendig waren“, sagte der Sprecher. Die Höhe des Schadens konnte er noch nicht beziffern.

Von Hagel und Starkregen betroffen war in Sachsen-Anhalt überdies am Samstag die Region rings um Querfurt im Saalekreis. Der Deutsche Wetterdienst sprach von Hagelkörnern, die die Größe von Kirschkernen erreichten. Außerdem entwurzelten Gewitterböen vereinzelt Bäume.

dpa

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