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19 Rechtsextremisten in Sachsen wollen Szene entkommen

Aussteigerprogramm 19 Rechtsextremisten in Sachsen wollen Szene entkommen

Das Aussteigerprogramm für Rechtsextremisten in Sachsen zeigt Erfolge. 19 Personen wollten seit 2011 der Szene entkommen. „Jeder Aussteiger ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft“, sagt Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Aussteiger haben häufig Angst vor Racheakten der Neonazi-Szene. 19 Personen in Sachsen machten seit 2011 von einem entsprechenden Programm des Freistaats Gebrauch.

Quelle: dpa

Dresden. Seit 2011 haben 19 Rechtsextremisten in Sachsen das Aussteigerprogramm des Landes genutzt, um der Szene zu entkommen. Bei zweien sei die Betreuung inzwischen erfolgreich beendet worden, teilte das Innenministerium in Dresden mit. Weitere Fälle seien kurz vor dem Abschluss. Es habe 42 Anfragen gegeben, 11 davon seien von Eltern oder Angehörigen aus dem Umfeld von Rechtsextremisten gekommen.

Die Zahlen bewegten sich auf dem Niveau anderer Länder, hieß es. „Jeder Aussteiger ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Das Programm unterstütze jeden, der sich von der rechtsextremistischen Szene abwenden wolle. Für das gemeinsam mit nichtstaatlichen Organisationen betriebene Projekt stellt das Land jährlich 260 000 Euro bereit.

Ehe sich ein Aussteiger von seinen Denkstrukturen löse, sei oft eine lange und intensive Betreuung nötig, hieß es. Manche Ausstiegswillige würden schon seit 2012 begleitet. Es gebe immer nur einzelne Aussteiger - nie Massenausstiege. Das Programm sei ein aufwendiger kleiner, aber wichtiger Teil der Arbeit gegen den Rechtsextremismus.

LVZ

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