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20 Jahre LVZ-Meinungsbarometer: Sachsen sind die Optimisten unter den Ostdeutschen

20 Jahre LVZ-Meinungsbarometer: Sachsen sind die Optimisten unter den Ostdeutschen

Die Sachsen waren schon vor 20 Jahren die optimistischsten unter den Ostdeutschen. Und sie sind es geblieben, gefolgt von den Thüringern, den Brandenburgern und den Einwohnern von Mecklenburg-Vorpommern.

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Die Sachsen blicken optimistisch in die Zukunft - das zeigt das LVZ-Meinungsbarometer vom März 2013.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Abgeschlagen sind die Sachsen-Anhalter, die die Entwicklungsaussichten ihres Bundeslandes heute noch schlechter beurteilen als im März 1993. Das ergab eine Umfrage der Leipziger Volkszeitung, für die das Leipziger Institut für Marktforschung von Mitte bis Ende März 2013 genau 1001 repräsentativ ausgewählte Erwachsene aus allen fünf neuen Bundesländern telefonisch befragte.

Verglichen wurden diese Ergebnisse mit einer gleichlautenden Umfrage der LVZ vom März 1993, für die ebenfalls das Leipziger Marktforschungsinstitut 1002 repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahre aus allen neuen Bundesländern interviewte.

Schätzte 1993 jeder vierte Sachse (25 Prozent) die Entwicklungschancen des Freistaates als gut bis sehr gut ein, so ist heute mehr als jeder Zweite (53 Prozent). Bei den Thüringern hat sich der Anteil der Optimisten ebenfalls mehr als verdoppelt: von 16 Prozent 1993 auf 40 Prozent 2013. Verdoppelt hat sich die Zuversicht auch bei den Brandenburgern: von 14 Prozent vor 20 Jahren auf jetzt 29 Prozent. Den größten Sprung nach vorn machte Mecklenburg-Vorpommern. Hier hat sich die Zahl der Optimisten versiebenfacht. Glaubten 1993 nur drei Prozent der Bewohner an eine erfolgreiche Entwicklung ihres Bundeslandes, so sind es heute 22 Prozent.

Ostdeutsche optimistischer als vor 20 Jahren

Auch die persönliche Entwicklung betrachten die Sachsen am zuversichtlichsten. Hatte 1993 nur gut jeder Vierte der Freistaatler (27 Prozent) die Hoffnung, seinen eigenen Lebensstandard halten zu können, so ist es heute fast jeder Zweite (47 Prozent). In Thüringen stieg der Anteil der Optimisten von 27 auf 48 Prozent, in Sachsen-Anhalt von damals immerhin 39 Prozent nur auf 43 Prozent.

Generell blicken die Ostdeutschen heute wesentlich optimistischer in die Zukunft als in den Umbruchzeiten vor 20 Jahren. So waren 1993 nur 36 Prozent sicher, ihre Wohnung bezahlen zu können, heute sagen dies 59 Prozent. Sahen damals 29 Prozent gute Zukunftsaussichten für ihre Familie, so sind es heute 54 Prozent. An gute Zukunftschancen für die Jugend glaubten vor 20 Jahren nur acht Prozent. Heute ist es immerhin jeder Fünfte (19 Prozent). Aber hier hält sich der Optimismus noch in Grenzen, ebenso wie bei der Aussicht auf neue Jobs. Diese Hoffnung hatten 1993 nur vier Prozent. Heute sind es 17 Prozent.

Kaum gestiegen ist auch das Vertrauen in die Politiker, dass sie die anstehenden Probleme lösen. Das hatten damals nur drei Prozent, jetzt sind es auch nur sieben Prozent.

Annäherung von Ost- und Westdeutschen kommt voran

Immer mehr Ostdeutsche betrachten die innere Einheit als Erfolgsgeschichte. Auch das gehört zu den Resultaten der Langzeitbeobachtung aus 20 Jahren Meinungsbarometer der LVZ. Sahen 1993 nur vier von zehn Befragten (39 Prozent) in den neuen Bundesländern gute Aussichten für die Annäherung von Ost- und Westdeutschen, so waren es zehn Jahre später (2003) schon zwei Drittel (65 Prozent).

Inzwischen sind bereits vier Fünftel (79 Prozent) der Meinung, dass es immer weniger eine Rolle spielt, in welchem Bundesland jemand geboren wurde. Gleichzeitig ist der Anteil der Einheitsskeptiker, die finden, dass Ost- und Westdeutsche sich eher voneinander entfernen, deutlich gesunken: von 60 Prozent vor 20 Jahren über 32 Prozent im Jahr 2003 auf jetzt 19 Prozent.

Facebook-Umfrage: Zählen Sie sich zu den Optimisten in Sachsen?

Anita Kecke

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