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20 Jahre SPD-Forum Ostdeutschland: „Ja. Wir brauchen den Dialog“

Parteien 20 Jahre SPD-Forum Ostdeutschland: „Ja. Wir brauchen den Dialog“

Vor 20 Jahren gründete die SPD ein eigenes Netzwerk für die Probleme und Chancen Ostdeutschlands. Noch will man darauf nicht verzichten. Es gehe um das Miteinander-Sprechen, sagte ein früherer SPD-Vorsitzender.

Franz Müntefering (Archivbild)

Quelle: dpa

Berlin. Führende und frühere SPD-Politiker wollen sich weiter für ein besonderes Engagement der Partei für Ostdeutschland einsetzen. Bei einer Feierstunde zur 20-jährigen Geschichte des „Forums Ostdeutschland der Sozialdemokratie“ sagte Familienministerin Manuela Schwesig am Dienstag: „Wir wollen keine Extrawurst machen, wir wollen uns aber um unsere Region kümmern.“

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering betonte im Willy-Brandt-Haus: „Brauchen wir das noch? Ja. Wir brauchen den Dialog.“ Dieser Einfluss sei ebenso wichtig für die deutsche wie für die europäische Politik. „Man löst Probleme nicht im Stillen. Gespräch und Streit ist eine Voraussetzung dafür, dass man Köpfe und Herzen zusammenbringt.“

Müntefering wollte seiner Partei bei einem Podiumsgespräch keine Ratschläge geben, gab sich aber optimistisch: „Ich will auf jeden Fall noch leben, bis wieder ein Sozialdemokrat Bundeskanzler wird. Das muss also noch bis zu den 20er-Jahren passieren, so viel länger lebe ich ja nicht mehr.“

Das SPD-Forum Ostdeutschland wurde 1996 vom damaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Manfred Stolpe gegründet und versteht sich als politisches Netzwerk, das ostdeutsche Interessen vertritt.

Stolpe sagte als Ehrengast der Feierstunde: „Manchmal habe ich heute den Eindruck, dass die Spitzenpolitiker sehr stark miteinander zu tun haben. Und nicht hören, was an der Basis passiert.“ Man könne auch der SPD nur sagen, wie wichtig es sei, auf die kleinen Leute zu hören. „Wir müssen dafür sorgen, dass ehrlich Politik gemacht wird und sagen, was geht.“ Das gelte auch für das Thema Flüchtlinge.

Der aktuelle Vorsitzende, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, betonte, das Forum Ostdeutschland habe als politisches Netzwerk auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedereinigung weiter seine Berechtigung. Ausführlich erinnert wurde auch an die frühere SPD-Sozialministerin in Brandenburg, Regine Hildebrandt.

LVZ

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