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30-Millionen-Euro-Projekt: Neues Domizil für Krebs-Spitzenforschung in Dresden übergeben

30-Millionen-Euro-Projekt: Neues Domizil für Krebs-Spitzenforschung in Dresden übergeben

Die Spitzenforschung zur Krebsbehandlung mittels Protonentherapie in Deutschland hat in Dresden einen weiteren hochkarätigen Standort. Das Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie OncoRay in der Elbestadt nahm am Dienstag sein Domizil samt 220 Tonnen-Protonenbeschleuniger in Betrieb.

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Die Spitzenforschung zur Behandlung von Krebs mittels Protonentherapie in Deutschland hat in Dresden einen weiteren hochkarätigen Standort.

Quelle: dpa

Dresden. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sprach von einem wichtigen Schritt, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) vom „Tag der Superlative“. Rund 150 Wissenschaftler und Ärzte sollen künftig die gewebeschonende Protonentherapie weiter entwickeln und deren Anwendung bei einzelnen Tumorarten prüfen.

Im Unterschied zu Röntgenstrahlen wird zerstört die Protonentherapie kein gesundes Gewebe, da die winzigen Teilchen ihre Wirkung erst im Krebsgeschwür entfalten. Parallel zur Forschung sollen Mitte 2014 die ersten Krebspatienten behandelt werden. Wanka lobte Sachsens Engagement für die Forschung und OncoRay als Vorzeigebeispiel für die strategische Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Bund förderte das Institut bisher mit 19,4 Millionen Euro.

Sachsen investierte 30 Millionen Euro in die Einrichtung und das Großgerät, das Protonen mit Hilfe von Laserstrahlen auf eine Geschwindigkeit von 180 000 Meter pro Sekunde beschleunigt. Der riesige Druck, der die Protonen antreibt, entsteht, wenn Licht auf kleinste Flächen trifft. „Wir leisten uns das, weil wir davon überzeugt sind, dass es den Menschen einen Nutzen bringt“, sagte Tillich. Träger von OncoRay sind das Universitätsklinikum, die Medizinische Fakultät der TU sowie das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.

Nach Angaben von OncoRay-Direktor Michael Baumann gibt es pro Jahr 450 000 Krebs-Neuerkrankungen und 210 000 Krebs-Sterbefälle in Deutschland. Rund 60 Prozent der Patienten werden meist mit Röntgenstrahlen behandelt, die auf dem Weg zum Tumor und nach dessen Durchdringung aber auch gesundes Gewebe zerstören. Die Protonentherapie wird schon bei Tumoren nah am Auge, an Schädeldecke oder Rückenmark angewandt.

dpa

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