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450 Polizisten schützen Neonazi-Aufzug vor Gegendemonstranten am Postplatz

450 Polizisten schützen Neonazi-Aufzug vor Gegendemonstranten am Postplatz

Es waren nur rund 120 Neonazis, die am Donnerstagabend durch Dresden marschierten, doch ihre Anwesenheit zog die doppelte Menge an Gegendemonstranten und rund 450 Polizisten an den Postplatz.

Dresden. Sie lieferten sich ein mehrstündiges Katz- und Maus-Spiel mit der Polizei, die erfolgreich den Zug der Rechten abschirmte.

 

Zu dem Treffen der Neonazis hatte ein rechtes Aktionsbündnis aufgerufen, hinter dem laut sächsischem Verfassungsschutz Mitglieder der Dresdner NPD und der sogenannten freien Kräfte Dresdens stehen. 150 Teilnehmer waren angemeldet, laut Polizei erschienen 120. Und sie durften marschieren.

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Es waren nur rund 120 Neonazis, die am Donnerstagabend durch Dresden marschierten, doch ihre Anwesenheit zog die doppelte Menge an Gegendemonstranten und rund 450 Polizisten an den Postplatz. Sie lieferten sich ein mehrstündiges Katz- und Maus-Spiel mit der Polizei, die erfolgreich den Zug der Rechten abschirmte.

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Start- und Endpunkt des Aufzuges war das Denkmal für die Opfer des Volksaufstandes am 17. Juni 1953. Hier waren am Mittag Kränze niedergelegt worden, Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte das Ereignis mit den Worten gewürdigt: „Was in den Juni-Tagen vor 57 Jahren geschah, gehört zu den prägenden Erlebnissen einer ganzen Generation." Sie wandte sich auch gegen die Demonstration am Abend: „Wer die Erinnerung dazu missbraucht, um Intoleranz, Nationalismus und Rassismus zu predigen, der hat die Geschichte nicht verstanden", sagte sie. Der Widerstand gegen den Missbrauch der Geschichte dürfe sich in Dresden nicht auf den 13. Februar beschränken. Dieser Auffassung war auch der grüne Landtagsabgeordnete Johannes Lichdi, der gegen 18 Uhr mit einigen Sympathisanten versuchte den Aufzug der Rechten vom Denkmal fernzuhalten, in dem er dort selbst spontan eine Demonstration anmeldete. Ohne Erfolg - die Aktion endete mit Platzverweisen für alle Beteiligten. Kurz darauf marschierten die Neonazis - jedoch nicht in jene Richtung, in die sie die zahlreichen Gegendemonstranten wünschten. „Nazis in die Elbe" riefen sie, und: „Ihr habt den Krieg verloren." Der Zug bewegte sich über die Wilsdruffer Straße, die St. Petersburger Straße und den Doktor-Külz-Ring zurück zum Postplatz. Der Verkehr war für mehrere Stunden in diesem Bereich lahmgelegt. Zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Gegendemonstranten kam es jedoch nicht. Nach einer kurzzeitigen Sitzblockade im Bereich des Dr.-Külz-Ring wurden fünf Männer und eine Frau kurzfristig in Polizeigewahrsam genommen.    

ast / jap / dpa

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