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800 Menschen protestieren gegen neue Braunkohle-Tagebaue

Lausitz 800 Menschen protestieren gegen neue Braunkohle-Tagebaue

An neuen Tagebauen in der Lausitz scheiden sich die Geister. Die Brandenburger Landesregierung erwartet neue Arbeitsplätze. Gegner kritisieren die Abbaggerung von Dörfern.

Teilnehmer des 9. Sternmarsches für die vom Braunkohletagebau bedrohten Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz.
 

Quelle: dpa

Grabko. Mit einem Sternmarsch haben am Sonntag rund 800 Menschen in der Lausitz gegen neue Braunkohle-Tagebau protestiert. Sie liefen von den Dörfern Atterwasch, Kerkwitz und Grabko (Spree-Neiße) aufeinander zu. Die Orte sind von Abbaggerung bedroht. 2007 hatten die rot-rote Landesregierung und das Energieunternehmen Vattenfall angekündigt, die drei Dörfer umzusiedeln.

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Am 3. Januar haben rund 900 Menschen am 9. Sternmarsch für die vom Braunkohletagebau bedrohten Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz in der Oberlausitz teilgenommen. Die Einwohner der Orte wehren sich seit Jahren gegen den geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord und gegen den Neubau eines Kohlekraftwerkes in Jänschwalde (Spree-Neiße).

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„Wir wollen blühende Landschaften statt trostloser Abraumhalden“, betonte die Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Sabine Toepfer-Kataw, laut einer Mitteilung. Sie ist das erste Mitglied der Berliner Landespolitik, das an dem Protest teilnimmt. Sie forderte, bei den Verhandlungen zum gemeinsamen Landesentwicklungsplan von Berlin und Brandenburg den sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle festzuschreiben.

Die Demonstranten wollen verhindern, dass der Tagebau Jänschwalde in wenigen Jahren möglicherweise erweitert wird. Zudem sollen Pläne von polnischer Seite für den neuen Tagebau Gubin verhindert werden. Das Vorhaben wird von Bürgern auf beiden Seiten der Grenze abgelehnt.

Vattenfall will seine Braunkohlesparte bis Mitte des Jahres verkaufen. „Potenzielle Käufer müssen sich auch auf weiteren Widerstand einstellen“, betonte René Schuster vom Umweltverband Grüne Liga.

Mit dem Sternmarsch machen seit neun Jahren Tagebaugegner traditionell zum Jahresanfang mobil gegen die Braunkohlepläne. „Wenn notwendig, treffen wir uns auch 2017 wieder“, sagte Schuster.

Von LVZ

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