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900 Uniformierte erinnern mit Gefechtsdarstellung an Völkerschlacht bei Leipzig

900 Uniformierte erinnern mit Gefechtsdarstellung an Völkerschlacht bei Leipzig

Vor 198 Jahren tobte rund um Leipzig die Völkerschlacht. Mit drei Biwaks, der Gefechtsdarstellung im Agra-Park und einer Kranzniederlegung will der Verband Jahrfeier Völkerschlacht am Wochenende an die historischen Ereignisse erinnern.

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Mit einer Gefechtsdarstellung wurde auch 2010 in Markkleeberg an die Völkerschlacht bei Leipzig erinnert.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg/Leipzig. „Wir erwarten diesmal rund 900 uniformierte Teilnehmer aus acht verschiedenen Nationen“, erklärte der zweite Vorsitzende des Verbands Jahrfeier Völkerschlacht, Jürgen Hoffmann, am Mittwoch im Torhaus Markkleeberg. Die Männer und Frauen reisen aus Frankreich, Belgien, Russland, der Ukraine, Polen, Tschechien, ganz Deutschland und erstmals auch aus Baschkirien an. Ihre Zelte werden sie ab Freitagmittag in einem der drei Biwaks – am Torhaus Dölitz, am Torhaus Markkleeberg und in Liebertwolkwitz  – aufschlagen.

Dass das Treffen der Uniformierten in Leipzig eine Woche später als üblich stattfindet, gehe auf eine Absprache mit dem Veranstalter der Gedenkfeiern anlässlich des 205. Jahrestages der Schlacht bei Jena und Auerstedt zurück, die am vergangenen Wochenende 1000 Gäste begrüßen konnten, erläuterte  Hoffmann.

Scharmützel und Schweigeminute

Wer sich für die Geschehnisse vom Herbst 1813 interessiert, der sollte sich in den Biwaks umschauen. Um 7 Uhr ist dort am Samstag allgemeines Wecken angesetzt. Nach dem Frühstück steht um 9 Uhr die Offiziersbesprechung der Verbündeten am Gefechtsfeld auf dem Programm. Danach werde in den Biwaks exerziert und Waffenpflege betrieben, so Hoffmann. Um 13 Uhr heißt es dann für alle – Abmarsch zum Gefechtsfeld. Eine Stunde später werden in der Agra, nahe der Möncherei, Szenen dargestellt, wie sie sich in jenen Oktobertagen zugetragen haben könnten. Darauf legte Verbandssprecher Gert Pfeifer ausdrücklich wert. Er wird die Scharmützel der Truppen dem Publikum mit geschichtlichen Hintergrundinformationen erläutern. Dass es laut wird, ist sicher: Allein 20 Geschütze und die Kavallerie kommen am Samstagnachmittag zum Einsatz.

Es wird aber auch zum Abschluss der Gefechtsdarstellung eine Schweigeminute geben. Das kündigte Gert Pasemann an, der mit seiner Firma die logistische Organisation des Wochenendes übernommen hat. „Uns geht es nicht darum, Krieg zu zeigen, sondern eine Brücke vom Gestern zum Heute zu schlagen und uns vor den mehr als 100.000 Opfern zu verneigen“, ergänzte Pfeifer. Aus diesem Grund werde es am Sonntag ab 11 Uhr auch ein zusätzliches Gedenkkonzert und eine Kranzniederlegung am Völkerschlachtdenkmal für die ausländischen Gäste geben. Denn die traditionelle Ehrung des Fördervereins Völkerschlachtdenkmal wurde aufgrund der Terminverschiebung bereits am vergangenen Sonntag vorgenommen.

Bestseller-Autorin Ebert kommt nach Leipzig

Mit einer Überraschung konnte Pasemann aufwarten: „Mir ist es gelungen die Bestseller-Autorin der Hebammen-Romane, Sabine Ebert, nach Leipzig zu holen.“ Und das nicht nur für das Wochenende, wo sie neben einem avisierten Napoleon-Darsteller auf dem „Schlachtfeld“ stehen wird. „Sie zieht nächste Woche dauerhaft zurück in ihre Heimatstadt und wird in den nächsten Jahren mindestens drei Völkerschlacht-Romane schreiben“, so Pasemann.

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Die Bestseller-Autorin der Hebammen-Saga, Sabine Ebert

Quelle: André Kempner

Für die Premierenlesung könnten sich Interessierte schon jetzt den Mittwoch vor der Leipziger Buchmesse 2013 im Kalender ankreuzen. Wer Ebert live erleben möchte, hat dazu aber schon am Donnerstagabend Gelegenheit. Die Noch-Freibergerin gastiert im Rahmen ihrer Lesetour ab 21 Uhr im Werk II, Halle D, in Connewitz.

Um die Gedenkfeiern zur Völkerschlacht bei Leipzig im Vorfeld des 200. Jahrestages und weit darüber hinaus zur touristischen Marke aufzubauen, zog Pasemann noch ein weiteres Ass aus dem Ärmel. Er hat in Zusammenarbeit mit Franta Nitschke und Jens Becher von der Genussakademie Leipzig ein ganz besonderes Gastronomiekonzept entwickelt. Einfach und deftig wie anno dazumal ist die Devise. Das gilt für die russisch-preußische Speisekarte, unter anderem mit Borschtsch und Piroggen, wie für die französisch-österreichisch-sächsische Herd-Allianz mit Crepe, Flammkuchen, Brotsuppe und Wildschwein am Feuer. Gereicht werden die Spezialitäten in den Biwaks, aber auch am Rand des Gefechtsfeldes.

Der Eintritt kostet am Samstag fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder bis drei Jahre sind frei. Im Preis inbegriffen ist der Besuch der Ausstellungen im Schloss und Torhaus Markkleeberg, sowie der Zutritt zu den Biwaks.

Ulrike Witt

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