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98 Millionen Euro bislang in Dresdner Waldschlößchenbrücke verbaut

98 Millionen Euro bislang in Dresdner Waldschlößchenbrücke verbaut

Hans-Joachim Kummert steht vor einem gewaltigen Stahlträger am Ende der Waldschlößchenbrücke auf der Altstädter Seite und blickt in ein Loch. "Dort muss der Träger rein.

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Auch wenn die Betonierungsarbeiten auf der Altstädter Seite bereits abgeschlossen sind: Über weite Strecken herrscht nach wie vor das Chaos einer Großbaustelle. Die Bauaufsicht warnt daher vor einem Betreten der Brücke.

Quelle: Leonie Born

Dresden. Das ist der sogenannte Fahrbahnübergang. Deshalb rumpelt es, wenn die Autos darüberfahren." Der Stahlträger hat die Aufgabe, witterungsbedingte Bewegungen der Brücke auszugleichen.

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Dresden. Hans-Joachim Kummert steht vor einem gewaltigen Stahlträger am Ende der Waldschlößchenbrücke auf der Altstädter Seite und blickt in ein Loch. "Dort muss der Träger rein. Das ist der sogenannte Fahrbahnübergang. Deshalb rumpelt es, wenn die Autos darüberfahren." Der Stahlträger hat die Aufgabe, witterungsbedingte Bewegungen der Brücke auszugleichen.

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"Wir haben errechnet, dass sich die Brücke zwischen extremer Kälte und extremer Hitze um 54 Zentimeter bewegen kann", so Kummert. Der Einbau des Stahlträgers ist Präzisionsarbeit, weil seine Lage entsprechend der aktuellen Temperatur angepasst werden muss. Präzisionsarbeit müssen übrigens auch die Leitungsbauer verrichten, die Kabel unter der Fahrbahnplatte der Brücke verlegen. Auch sie müssen die Brückenbewegungen mit einrechnen und dürfen die Kabel nicht zu straff ziehen.

Die Fahrbahnplatte auf der Altstädter Seite ist inzwischen fertig gegossen, 395 Meter Brücke haben die Bauarbeiter betoniert. 241 Meter auf der Neustädter Seite liegen noch vor ihnen, im Moment werden die neun Baufelder für das Betonieren eingeschalt. In 14 Tagen bis drei Wochen, so Kummert, würden die Betonarbeiten beginnen. Wenn sie abgeschlossen sind, könne auch ein Übergabetermin für den Verkehrszug Waldschlößchenbrücke genannt werden.

"Wir werden keinen Termin nennen", sagte Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Dass sich die ursprünglich für Frühjahr dieses Jahres geplante Übergabe auf 2013 verschiebt, scheint aber nicht ausgeschlossen. "Zu viele Unbekannte", meint der Bürgermeister. Eine davon sei die sogenannte Feststellungsklage der Stadt gegen die Auftragnehmergemeinschaft (Arge) für die Brücke, die jede Menge Mehrkosten geltend macht. Sollte die Stadt vor dem Landgericht gewinnen, werde es zügiger beim Brückenbau vorangehen. Eine vom Gericht vorgeschlagene Mediation habe die Stadt abgelehnt. "Wir wollen gerichtlich geklärt wissen, ob wir die von der Arge angesetzten Nachträge bezahlen müssen oder ob unsere Rechtsauffassung stimmt."

98 Millionen Euro hat die Stadt laut Marx bisher verbaut und liegt damit im geplanten Kostenrahmen von 172 Millionen Euro. Beschleunigungszuschläge an die Arge würden nicht gezahlt, auch deshalb sei ein Übergabetermin nicht greifbar. Kummert rechnet damit, dass die Fahrbahn im Sommer asphaltiert werden könnte und auch das kleine Stück von der Vorlandbrücke zur Fetscherstraße auf der Altstädter Seite.Der Bauleiter warnt Übermütige davor, die Waldschlößchenbrücke als Abkürzung auf dem Nachhauseweg nutzen zu wollen. Erst in der Nacht zum Montag habe der Sicherheitsdienst einen Mann von der Brücke holen müssen. "Er hat sich bei uns entschuldigt. Aber das ist kein Scherz, in der Dunkelheit kann man schnell stolpern und abstürzen", so der Oberbauleiter.

Auch wenn an den Tunneleinfahrten schon die Signalanlagen im Probebetrieb leuchten - der Verkehrszug ist noch im Bau. Wie auch die Grünanlagen rund um die Brücke. Am Hang auf der Neustädter Seite werden unter anderem 72 Felsenbirnen aus Brandenburg gepflanzt. "Herrliche Pflanzen. Im Frühjahr eine schöne Blüte und im Herbst eine kupferrote Färbung?, schwärmt der Oberbauleiter.

Thomas Baumann-Hartwig

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