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A 14 wird zur Großbaustelle - Vorbereitungen zwischen Mutzschen und Leisnig

A 14 wird zur Großbaustelle - Vorbereitungen zwischen Mutzschen und Leisnig

Seit Jahren schon leidet die A 14 an Betonkrebs. Nun aber verspricht eine Totaloperation Heilung. Mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II gefördert, wird ab 10. April der besonders befallene zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Mutzschen im Muldental (Landkreis Leipzig) und Leisnig (Landkreis Mittelsachsen) komplett erneuert.

Leipzig/Dresden. Bemühungen einer sinnbildlichen Chemotherapie in Form von Ausbesserungen seien nur von vorübergehender Natur gewesen, bestätigte am Dienstag Burkhard Zscheischler vom Autobahnamt Sachsen. "Die oberflächlichen Abplatzungen wurden mit Bitumen pflasterartig beklebt, allerdings ohne nachhaltige Wirkung, denn der Betonkrebs wurde damit nicht beseitigt." Die Alternative konnte also nur die eine sein. "Wir müssen die in den 1970-ger Jahren gebaute Autohahn inklusive drei Brücken erneuern, es gibt keine andere Therapie."

Deshalb wurde am Dienstag damit begonnen, die Baustelle einzurichten. Überfahrten herstellen, Verkehrsleitsysteme und -schilder aufbauen und montieren sowie Fahrbahnmarkierungen anbringen. Auf zwei Prozent der sächsischen Autobahn (der Freistaat unterhält davon insgesamt 500 Kilometer) bekamen die Autofahrer schon mal einen Vorgeschmack auf die nächsten 18 Monate. So lange sollen die etwa 13 Millionen Euro teure Instandsetzung andauern. Der Verkehr wird auf der Richtungsfahrbahn Leipzig zweispurig gen Norden geführt und ebenso gen Süden zur Landeshauptstadt. "Da sich der Autoverkehr auf vier relativ schmalen Spuren bewegt, gilt durchweg Tempo 60", ließ Zscheischler wissen.

Was den Krebsschaden durch Zerbröseln der Fahrbahn hervorgerufen hat, liege nach wie vor im Dunkeln. "Dieses Problem ist aber nicht spezifisch für Ost oder West, das gibt es überall", so Zscheischler. "Es wäre falsch jetzt zu sagen, die DDR hätte geschludert, das stimmt so nicht. Man kann auch nicht behaupten, es wurde nur minderwertiger Beton verwendet." Eines scheint zumindest klar. Zscheischler: "Man weiß aber, es wurden Betonzuschlagstoffe verwendet, zum Beispiel Sand aus Kiesgruben mit kieselsäurehaltigen Gesteinen, die man besser hätte nicht verwenden sollen. Man wusste es nur nicht besser."

Frank Schmidt

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