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Absatzeinbruch: Opel lässt Tausende kurzarbeiten - Werk in Eisenach nicht betroffen

Absatzeinbruch: Opel lässt Tausende kurzarbeiten - Werk in Eisenach nicht betroffen

Der kriselnde Autobauer Opel reagiert auf den schwachen Absatz und schickt tausende Mitarbeiter in die Kurzarbeit. „Der europäische Automobilmarkt bricht drastisch ein.

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Tausende Opel-Mitarbeiter müssen sich auf Kurzarbeit einstellen. Die GM-Tochter reagiert damit auf seine Absatzkrise:

Quelle: Frank Rumpenhorst

Rüsselsheim/Eisenach. Die sinkende Auslastung kann nicht mehr wie bisher durch den Einsatz von Korridorschichten und Gleitzeitguthaben kompensiert werden“, sagte Opel-Personalvorstand Holger Kimmes am Donnerstag in Rüsselsheim.

Das Thüringer Werk in Eisenach ist davon aktuell nicht betroffen. Nach Angaben einer Sprecherin gibt es dort ein spezielles Arbeitszeitmodell, mit dem bereits auf die Marktsituation reagiert worden sei. So wurde schon seit März die Arbeitszeit für die Nachtschicht verkürzt. Die Vereinbarung laufe noch bis Ende des Jahres und werde dann neu verhandelt. Zudem wird in dem Werk mit rund 1600 Beschäftigten derzeit die Produktion für den neuen Kleinwagen Adam vorbereitet. Er soll ab Januar bei den Händlern stehen.

Am Standort Rüsselsheim und dem Komponentenwerk Kaiserslautern führt die Adam Opel AG in Abstimmung mit Betriebsrat und IG Metall im September 2012 Kurzarbeit ein. „Vereinbart wurden jeweils 20 Tage für den Zeitraum bis Jahresende“, teilten Unternehmen und Betriebsrat mit.

In Rüsselsheim trifft die Sparmaßnahme 3500 Mitarbeiter in der Produktion sowie 3300 in der Verwaltung - also etwa jeden zweiten Beschäftigten am Stammsitz. Für die 7000 Mitarbeiter im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim gilt die Regelung nicht. Im Werk Kaiserslautern müssen 2500 Menschen in die Kurzarbeit. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug betonte: „Die Einführung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze.“

Konjunkturelles Kurzarbeitergeld wird unter bestimmten Bedingungen über die Arbeitsagentur ausgezahlt und beträgt 60 Prozent vom Netto für Ledige beziehungsweise 67 Prozent für Beschäftigte mit Kindern. Glück im Unglück für die Opelaner: Sie müssen nicht auf derart große Teile ihres Lohns verzichten, wie Schäfer-Klug erklärte. „Durch die Unterstützung des Kurzarbeitergeldes und die vereinbarte betriebliche Zuschussregelung halten sich die finanziellen Belastungen der Kolleginnen und Kollegen in Grenzen.“

Wie andere weitgehend auf den europäischen Markt beschränkte Autobauer belastet die Staatsschuldenkrise die Rüsselsheimer derzeit sehr. In Westeuropa brach der Opel-Absatz im ersten Halbjahr um fast 15 Prozent ein, der Gesamtmarkt verlor „nur“ 6,3 Prozent. Die teuren Überkapazitäten reißen ein tiefes Loch in die Bilanz: Der US-Mutterkonzern General Motors schrieb im zweiten Quartal in seinem Europageschäft einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar (294 Mio. Euro) nach 256 Millionen Dollar zu Jahresbeginn.

dpa

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