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Achtung Zecken: Experten befürchten Ausweitung des FSME-Risikogebiets in Sachsen

Achtung Zecken: Experten befürchten Ausweitung des FSME-Risikogebiets in Sachsen

Experten erwarten eine Ausweitung des Risikogebiets für die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Zwar erklärte im vergangenen Jahr das Robert-Koch-Institut (RKI) mit dem Vogtlandkreis erstmals einen sächsischen Landkreis zu einem Risikogebiet.

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Zecken übertragen FSME. Experten fürchten eine Ausweitung des Risikogebiets in Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Da es in den Nachbarländern Bayern und Thüringen aber bereits größere Risikogebiete gebe, könnte es in den kommenden Jahren eine ähnliche Entwicklung auch in Sachsen geben, sagte der Vorsitzende der sächsischen Impfkommission, Dietmar Beier.

Voraussetzung für die Einstufung als Risikogebiet ist, dass sich mehr als eine Person pro 100 000 Einwohner mit FSME ansteckt. Zecken übertragen die Erreger der Krankheit, die das Nervensystem angreift. Schutz bietet eine Impfung. In diesem Jahr steckte sich in Sachsen bereits eine Person mit FSME an. 2014 waren es insgesamt 15 Menschen. In den Jahren zuvor lagen die Zahlen im einstelligen Bereich.

Ein Trend könne bei so wenigen Fällen nicht ausgemacht werden, sagte Susanne Glasmacher vom RKI. Bundesweit bewegten sich die Zahlen stabil zwischen 200 und 300 Infektionen pro Jahr. Todesfälle seien sehr selten, so Glasmacher. Ob schon dieses Jahr ein weiteres Gebiet in Sachsen hinzukommt, will das RKI am 25. Mai mitteilen.

Der Tierarzt Martin Pfeffer von der Universität Leipzig teilt die Befürchtung der Ausweitung. Warum sich FSME-Risikogebiete ausdehnen, sei bislang unklar. Eine Rolle spiele wohl das Freizeitverhalten der Deutschen. „Die Leute haben mehr Zeit, rauszugehen. Etwa zu einer Radtour oder einem Picknick“, sagte der Veterinär. Als weitere mögliche Ursache nannte er die Klimaerwärmung.

Häufiger als FSME übertragen Zecken allerdings Borreliose. In diesem Jahr gab es nach Angaben des RKI in Sachsen bereits 91 Fälle; 2014 waren es insgesamt 1361. Gegen diese Krankheit gibt es - anders als gegen FSME - allerdings Medikamente zur Behandlung.

LVZ

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