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Älterer Säugling in Babyklappe in Halle gefunden

Älterer Säugling in Babyklappe in Halle gefunden

Ein etwa drei bis vier Monate alter Säugling ist in einer Babyklappe in Halle gefunden worden. „Das ist ein Sonderfall, weil es kein Neugeborenes ist, das dort abgelegt wurde“, sagte der Beigeordnete der Stadt für Jugend und Soziales, Tobias Kogge (CDU), am Montag.

Halle. Der Säugling wurde „um den Jahreswechsel“ in der Babyklappe, dem sogenannten  Babynest, des städtischen Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in der Innenstadt entdeckt. Das Kind sei medizinisch untersucht worden, es sei gesund. Es befinde sich in Bereitschaftspflege, das heißt bei Eltern, die Kinder kurzzeitig aufnehmen.

Die leiblichen Eltern des Kindes forderte Kogge eindringlich dazu auf, sich zu melden. Ihnen werde geholfen. Kogge verwies auf verschiedene Angebote des Jugendamtes, etwa der sozialpädagogischen Betreuung. „Wir wissen nicht, wer die Eltern sind und was sie bewegt hat“, sagte Kogge. Es sei aber möglich, dass sie auch nicht in der Stadt leben und zur Babyklappe extra nach Halle gefahren seien.

Aus Datenschutzgründen werde nicht mitgeteilt, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, sagte Kogge. Eine Sprecherin des Krankenhauses sagte auf dpa-Anfrage, dass auch die Klinik aus Gründen der Anonymität keine Angaben zum Geschlecht und zur konkreten Zeit des Auffinden des Kindes mache.

Die Behörden gehen davon aus, dass es dort, wo das Kind bisher gelebt hat, eine Konfliktsituation über die Feiertage gegeben hat. „Ein drei bis vier Monate altes Kind gibt man nicht so ohne weiteres her“, sagte Kogge. Zugleich verwies er darauf, dass Anzeige gegen Unbekannt wegen Kindesaussetzung erstattet wurde.

Nach Angaben von Jugendamtsleiterin Katharina Brederlow gibt es die Babyklappe seit neun Jahren in Halle an dem Krankenhaus. Bisher wurden etwa 18 - zwei bis drei pro Jahr - ausschließlich Neugeborene dort abgegeben. Falls die Mutter ihren Entschluss bedauert, das Baby in der Klinik zurückgelassen zu haben, muss sie sich den Angaben zufolge innerhalb der nächsten acht Wochen melden. Danach können die Behörden ein Adoptionsverfahren einleiten.

dpa

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