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Alarmierende Statistik des Bundes: Jeder fünfte Sachse ist von Armut bedroht

Alarmierende Statistik des Bundes: Jeder fünfte Sachse ist von Armut bedroht

Nahezu jeder fünfte Bewohner Sachsens ist von Armut bedroht. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, lag der Anteil der Gefährdeten an der Bevölkerung im vergangenen Jahr bei 19,6 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15,1 Prozent.

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Jeder fünfte Bewohner in Sachsen ist von Armut bedroht.

Quelle: dpa

Dresden/Wiesbaden. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist jedoch minimal: Im Vergleich zu 2010 stieg die Gefährdungsquote um 0,2 Prozentpunkte. In Berlin kletterte die Quote dagegen binnen eines Jahres um 1,9 Prozentpunkte auf 21,1 Prozent.

Caritasdirektor Mathias Mitzscherlich vom Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen forderte einen wirksamen Kampf gegen die Armut. Die Sparpolitik im sozialen Bereich seit 2010 sowie Defizite der Bildungspolitik seien unter anderem für den Trend verantwortlich. Die zunehmende Armut wirke sich zudem auf Gesundheit und Lebenszeit der Betroffenen aus. „Arm macht krank.“ Zudem drohe zunehmend Altersarmut. „Wer heute jeden Cent umdrehen muss, kann für das Alter nicht vorsorgen“, hieß es.

Der Freistaat müsse sich von seiner Niedriglohnstrategie verabschieden, forderte die Landeschefin der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Margit Weihnert. 23 Prozent der Beschäftigten hätten im Freistaat keinen existenzsichernden Stundenlohn. Das sei bundesweit der zweithöchste Anteil an Geringverdienern. Weinert forderte die Einführung von Mindestlöhnen und mehr Engagement gegen Kinderarmut.

Bundesweit ist die Armutsgefahr im Norden am höchsten: In Bremen sind 22,3 Prozent von Armut bedroht, in Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil bei 22,2 Prozent. Einer EU-Definition zufolge gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen, das heißt aktuell mit weniger als 848 Euro im Monat.

dpa

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