Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Alarmsignal: Sachsen greifen wegen Stress im Job immer häufiger zum Hirndoping

Alarmsignal: Sachsen greifen wegen Stress im Job immer häufiger zum Hirndoping

Leistungsdruck, Zeitnot und Konkurrenz: Laut einer Studie haben 196 000 Sachsen schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente genutzt, um im Job ihren Mann zu stehen und Stress zu begegnen.

Voriger Artikel
Lokführer rufen zum Streik - Personenverkehr wird ab Mittwoch beeinträchtigt
Nächster Artikel
Andrang im Dresdner Teddy-Krankenhaus - Kuscheltiere werden zu Patienten

Dresden. 36 000 Erwerbstätige betreiben zudem regelmäßig Hirndoping, wie aus dem am Dienstag vorgestellten DAK-Gesundheitsreport 2015 hervorgeht.

„Auch wenn Doping im Job noch kein Massenphänomen ist, sind diese Ergebnisse ein Alarmsignal“, sagte Steffi Steinicke, Chefin der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) in Sachsen. „Nebenwirkungen und die Suchtgefahr des Hirndopings sind nicht zu unterschätzen.“ Deshalb müsse man über Wertvorstellungen und Fragen des Lebensstils diskutieren, forderte Steinicke. Die Studie informiert auch über Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen. Hier gab es 2014 einen Zuwachs von 22 Prozent.

„Seelenleiden waren damit die zweithäufigste Ursache für Fehltage in Sachsen. Insgesamt fiel der Krankenstand leicht auf 4,3 Prozent. Er lag damit über dem Bundesdurchschnitt von 3,9 Prozent“, teilte die DAK mit. Für die Studie wurden die Fehlzeiten aller erwerbstätigen DAK-Mitglieder in Sachsen und weitere Daten ausgewertet. Demnach kennen 68 Prozent der Sachsen den vermeintlichen Nutzen des Hirndopings. Häufig werden dafür Betablocker und Antidepressiva genutzt, aber auch Wachmacher und ADHS-Pillen.

„Auslöser für den Griff zur Pille sind meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Männer greifen eher zu leistungssteigernden Mitteln, Frauen nehmen häufiger stimmungsaufhellende Medikamente ein“, resümiert die DAK. Vor allem Erwerbstätige mit einfachen Jobs gelten als gefährdet, genauso wie Beschäftigte mit einem unsicheren Arbeitsplatz. „Hirndoping ist mittlerweile beim „Otto Normalverbraucher“ angekommen, um den Arbeitsalltag besser zu meistern. Das Klischee der dopenden Top-Manager ist damit vom Tisch“, betonte Steinicke.

lvz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr