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Alte Schätze laden in die Vergangenheit ein - 750 Objekte öffnen am Denkmaltag in Sachsen

Alte Schätze laden in die Vergangenheit ein - 750 Objekte öffnen am Denkmaltag in Sachsen

Ob Schlösser, Burgen, Mühlen, Höhlenwohnungen, Bauernhäuser oder Brücken: Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals können Kulturbegeisterte an diesem Sonntag bundesweit mehr als 7500 Denkmale und historische Stätten besichtigen.

Leipzig/Halle. Unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution - das 19. Jahrhundert“ laden auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zahlreiche Einrichtungen zu einem Blick hinter die Kulissen ein.

  220 Städte und Gemeinden werden sich in Sachsen am 19. Tag des offenen Denkmals beteiligen und rund 750 Objekte für die Besucher öffnen. Als technische Denkmäler laden dabei zum Beispiel in Chemnitz-Kappel die Fabrikhalle Voigt  - eine der bedeutendsten deutschen Holzgaleriehallen (Führungen 11 und 14.30 Uhr) - und in Schneeberg das Pochwerk der Fundgrube Wolfgangmaßen ein (Führungen von 11 bis 16 Uhr).

Als besondere Aktionen stehen dort Eisenschmelzen und die Vorführung historischen Handwerks wie Seilerei, Röhrenbohren und der Bergschmiede auf dem Programm. Führungen sind auch in den historischen Weberhäusern in Plauen (jeweils um 10, 12, 14 und 16 Uhr) und in der Landskronbrauerei Görlitz (um 11, 13 und 15 Uhr) geplant. Die Paltrockwindmühle in Gersdorf (Mittelsachsen) steht von 10 bis  17 Uhr zur Besichtigung offen. Kinder können unter Aufsicht Traktor fahren, eine Ausstellung mit Bildern von Hans-Jürgen Reibetanz ist zu sehen.

 Burgbesichtigungen

 In die Zeiten von Ritter und Burgfräulein können sich Besucher auf Burg Mildenstein in Leisnig zurückversetzen lassen (Führungen zur Bau- und Burggeschichte von Mildenstein sind um 11, 12 und 15.30 Uhr, durch das Hinterschloß mit Restaurator Thomas Schmidt um 14 Uhr). Die Stadtkirche St. Laurentius in Pegau (Kreis Leipzig) lädt von 14 bis 18 Uhr ein.

Führungen sind 15, 16 und 17 Uhr sowie nach Bedarf möglich. Es erklingt Musik von der größten erhaltenen Urban-Kreutzbach-Orgel. Das Schloss zu Rötha, einst Familienbesitz derer von Friesen, wurde 1969 gesprengt. Unterirdische Spuren des einstigen Prachtbaus wurden in den vergangenen Wochen freigelegt. Am Sonntag kann das frühere Schlossgelände ab 11Uhr besichtigt werden. Ab 11.30 Uhr werden die Ergebnisse der Suchgrabungen erstmals vorgestellt.

Auch in Thüringen können Besucher in 250 Städten und Gemeinden rund 800 Denkmäler bestaunen, allein 70 davon im Altenburger Land. Mit seinem Motto soll sich der Denkmaltag einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichen Epoche der Geschichte widmen. Der Traditionsverein Papierfabrik Fockendorf sieht in diesem Thema eine gute Gelegenheit für eine spezielle Präsentation, denn in der Papierherstellung und -verarbeitung erfolgte gerade im 19. Jahrhundert ein gravierender Umbruch zur maschinellen Arbeit (Führungen dazu gibt es von 10 bis 17 Uhr).

Eine der Hauptattraktionen bilden das Altenburger Teehaus und die Orangerie. In der Zeit von 9 bis 18 Uhr kann die barocke Noch-Baustelle besichtigt werden. Ein besonderer Anblick bietet sich vor Teehaus und Orangerie: eine mit zwei Pferden bespannte, fahrbereite sächsische Postkutsche. Auch das Residenzschloss der Skatstadt öffnet von 10 bis  16 Uhr mit der Ausstellung „Rittergüter im Altenburger Land“. Der aus dem  17. Jahrhundert stammende Vierseithof der Familie Bauch in Ehrenhain, (Waldenburger Straße 33), wird von 10 bis  16 Uhr eine Privatsammlung bäuerlicher Geräte zeigen. Das Programm zum Herunterladen gibt es unter www.altenburg.eu und www.altenburgerland.de.

Auch in Sachsen-Anhalt laden 600 historische Objekte zum Tag des offenen Denkmals ein. „Philipp Melanchthon zu Gast bei Martin Luther“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die um 15 Uhr mit einer Sonderführung im zweiten Obergeschoss des Lutherhauses in Wittenberg eröffnet wird. Zudem stehen um 11 Uhr und um 13 Uhr bauhistorische Führungen auf dem Programm. In Eisleben lädt die Stiftung Luthergedenkstätten von  11 Uhr bis 13 Uhr zur „Schaustelle Sterbehaus“ ein. Interessierte können einen kostenfreien Blick in Luthers Sterbehaus und auf die Baustelle werfen.

 Luthers Geburtshaus ist von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz laden zwischen  11 Uhr und 18 Uhr zu einem kostenfreien Besuch in den Domgarten ein. Stiftsprecherin Silke Schoder empfiehlt besonders das kleine Theaterstück „Der Naumburger Meister“, das anlässlich der Naumburger Landesausstellung inszeniert und ab 11.30 Uhr im Garten aufgeführt wird.

 Höhlenwohnungen

 In Halle kann das Landesverwaltungsamt in der Ernst-Kamieth-Straße 2 erkundet werden. Zwischen 10 Uhr bis  16 Uhr öffnet das Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts für die königlich-preußische Eisenbahndirektion errichtet wurde. Im Harz können in und um Quedlinburg 190 historische Einrichtungen in Augenschein genommen werden. Ein Geheimtipp sind die Höhlenwohnungen in Langenstein bei Blankenburg. Am Sonntag ab 10 Uhr bietet ein Verein, der einige der Wohnungen nach historischen Bildern möbliert hat, Führungen an.

Stefanie Büssing, Franziska Seifert und Bernd Lähne

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