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Angehörige von sächsischen Jemen-Geiseln hoffen weiter

Angehörige von sächsischen Jemen-Geiseln hoffen weiter

Die Angehörigen der 2009 im Jemen entführten Familie aus Ostsachsen geben die Hoffnung noch nicht auf. „Solange es keine hundertprozentige Gewissheit gibt, bleibt ein Funken Hoffnung“, sagte der Schwager des vermissten Familienvaters, Reinhard Pötschke, am Donnerstag der dpa.

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Die im Jemen entführte deutsche Familie hat ihre Wurzeln im Landkreis Bautzen. Die Familie sei mit Hauptwohnsitz in Meschwitz gemeldet, einem von 18 Ortsteilen der ausgesprochen ländlichen Gemeinde zwischen Bautzen und Löbau.

Quelle: dpa

Bautzen/Berlin. Aber nach zweieinhalb Jahren ohne Lebenszeichen müsse man auch realistisch sein. „Die deutschen Behörden haben getan, was sie konnten“, sagte Pötschke.

Die Krankenschwester und der Ingenieur aus Meschwitz bei Bautzen und ihre drei Kinder waren am 12. Juni 2009 nördlich von Jemens Hauptstadt Sanaa verschleppt worden. Zwei Töchter - heute fünf und sieben Jahre alt - konnten im Mai 2010 aus der Geiselhaft befreit werden und leben bei Verwandten in Sachsen. Das Schicksal der bei der Entführung 36 Jahre alten Eltern und des damals knapp einjährigen Sohnes ist nach wie vor ungeklärt.

Im Herbst 2011 hatten die Angehörigen Akteneinsicht beantragt, im November konnte die Familie dann zum ersten Mal einen Blick in die rund 1000 Seiten starke Ermittlungsakte des Bundeskriminalamtes werfen, wie Pötschke sagte. Die „Dresdner Morgenpost“ berichtete, dass die Kinder nach der Entführung sofort von den Eltern getrennt worden waren. Der letzte Eintrag in der Akte stammt laut Pötschke vom Oktober 2010. „Der letzte Stand war, dass kein Täter ermittelt werden konnte, es keine verwertbaren Spuren gab.“

Das Auswärtige Amt (AA) bemühe sich weiterhin um Aufklärung, „auch wenn sich seit einiger Zeit keine neuen Erkenntnisse ergeben haben“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Der AA-Krisenbeauftragte habe den Fall bei einer Reise in die Region im Juli 2011 bei den zuständigen Behörden angesprochen. „Leider gestaltet sich eine Aufklärung des Schicksals der Familie Hentschel aufgrund der extrem angespannten Sicherheitslage in Jemen schwierig“, hieß es.

dpa

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