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Anklagen nach Brandanschlag auf geplante Asylunterkunft in Meißen

Motiv Fremdenhass Anklagen nach Brandanschlag auf geplante Asylunterkunft in Meißen

Mehr als sieben Monate nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Meißen ist gegen zwei Männer Anklage erhoben worden.

Der Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Meißen hat jetzt ein gerichtliches Nachspiel. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden. - Wegen eines Brandanschlags auf ein noch unbelegtes Flüchtlingsquartier hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen zwei Männer aus Meißen erhoben. Sie werden beschuldigt, in der Nacht zum 28. Juni 2015 gewaltsam in das Gebäude eingedrungen zu sein und dann eine Wohnung im ersten Stock angezündet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Die beiden Beschuldigten im Alter von 38 und 41 Jahren hätten aus ausländerfeindlichen Motiven gehandelt und in ihren Vernehmungen die Vorwürfe eingeräumt, hieß es. Sie befinden sich seit ihrer Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft.

Die Große Strafkammer des Landgerichts Dresden hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage zu entscheiden. Den beiden Männer droht im Fall eines Schuldspruchs eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Ihnen wird schwere Brandstiftung und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Laut Staatsanwaltschaft benutzten sie Brandbeschleuniger. Ein Raum brannte komplett aus. Außerdem sollen die Männer noch versucht haben, eine Tür im Erdgeschoss anzuzünden. An dem Gebäude entstand ein Schaden von mehr als 200 000 Euro. Es war zeitweise unbewohnbar. Inzwischen leben dort zwei Flüchtlingsfamilien.

„Die Täter nahmen dabei in Kauf, dass das Feuer auf die angrenzenden Wohngebäude übergreifen konnte. Sie wussten dabei, dass sich zu dieser Uhrzeit eine unbestimmte Anzahl von Menschen in den angrenzenden Wohnungen aufhielten und durch das Feuer die Gefahr einer Rauchvergiftung beziehungsweise von Brandverletzungen bestand“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Feuerwehr hatte ein Übergreifen des Brandes auf andere Gebäude verhindern können.

Zudem wird den beiden Männern vorgeworfen, am späten Abend des 14. August noch einmal in das Gebäude eingedrungen zu sein, um es für einen Einzug von Flüchtlingen endgültig unbrauchbar zu machen. Laut Anklage öffneten sie in zwei Bädern die Wasserhähne, um die Räume zu überschwemmen. Allerdings klappte das genauso wenig wie später ein weiterer Versuch im Keller. Der beim Einbruch entstandene Sachschaden wurde auf 10 000 Euro beziffert.

Von LVZ

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