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Antrag bis Jahresende: Flutopfer in Sachsen erhalten Darlehen bis zu 50 000 Euro

Antrag bis Jahresende: Flutopfer in Sachsen erhalten Darlehen bis zu 50 000 Euro

Dresden. Die sächsische Staatsregierung hat Details zu den geplanten Darlehen für Flutopfer veröffentlicht. Demnach können geschädigte Wohnungs- oder Hausbesitzer Kredite bis maximal 50 000 Euro zu einem Zinssatz von 1,5 Prozent erhalten.

Bei Familien sind für jedes Kind zusätzlich 35 000 Euro möglich.

Das Darlehen muss bis Ende des Jahres bei der Sächsischen Aufbaubank in Dresden beantragt werden. Das Geld soll zum Wiederherrichten von zerstörten Häusern oder Wohnungen genutzt werden, sofern nicht eine Versicherung einspringt oder dem Flutopfer Spenden zur Verfügung stehen.

Auch für Kommunen, die Straßen oder Kindergärten instandsetzen müssen, gibt es Darlehen. Unternehmen können Kredite über maximal 5 Millionen Euro erhalten. Außerdem stehen „Liquiditätshilfe-Darlehen“ für Firmen und Selbstständige zur Verfügung. Zur Behebung der erheblichen Schäden an Gleisen und Bahnhöfen gibt es Fördermittel für Nahverkehrsunternehmen.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich außerdem gegen Direkthilfen ausgesprochen. „Ein staatliches Füllhorn-System kann es nicht geben. Schließlich muss das Horn immer vom Steuerzahler gefüllt werden“, sagte Tillich dem „Hamburger Abendblatt“ (Samstag). Man könne nicht mit Steuermitteln eine „Versicherungsmentalität“ schaffen. „Das Leben besteht aus Risiken, sie vollumfänglich abzusichern kann die öffentliche Hand nicht leisten“, sagte der Regierungschef. Er bekräftigte zugleich, dass für Härtefälle an einer besonderen Lösung gearbeitet werde. Wie diese aussehen soll, ist noch offen.

Das Deutsche Rote Kreuz und die SPD hatten die Regierung zur direkten Hilfe aufgefordert. Auch notleidende Menschen und Unternehmen bräuchten dringend Bares, nicht Kredite, hatte SPD-Fraktionschef Martin Dulig. erklärt. Die SPD verlangte ein Sonderprogramm für betroffene Kommunen im Umfang von mindestens 100 Millionen Euro.

Das genaue Ausmaß der Hochwasser-Schäden in Sachsen ist bisher noch nicht ermittelt. Allein die beiden Landkreise Bautzen und Görlitz rechnen mit Schäden von zusammen knapp 400 Millionen Euro.

dpa

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