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Antrittsbesuch in Dresden: Wulff würdigt Sachsens Rolle bei der Wiedervereinigung

Antrittsbesuch in Dresden: Wulff würdigt Sachsens Rolle bei der Wiedervereinigung

Bundespräsident Christian Wulff hat die Sachsen für ihre tragende Rolle bei der Friedlichen Revolution von 1989 gelobt. Die Menschen im Freistaat könnten stolz auf ihre mutige Leistung sein und auch auf das, was seither aus dem Land geworden sei, sagte das Staatsoberhaupt am Mittwoch im Landtag in Dresden.

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Bundespräsident Christian Wulff mit Ehefrau Bettina (3.v.l.), der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit Ehefrau Veronika (r.) sowie Landtagspräsident Matthias Rößler (2.v.l.) und Frau Gerlind vor dem Landtag in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Die berühmten Montagsdemonstrationen hätten damals ihren Anfang in Städten wie Plauen, Leipzig und Dresden gehabt und seien von dort aus zu einer Massenbewegung gewachsen.

Gleichzeitig würdigte Wulff die bundesweite Vorreiterrolle des Freistaats im Bildungsbereich. „Man kann in Sachsen tatsächlich viel lernen, vor allem den Akzent auf Bildung, auf Forschung, auf frühkindliche Erziehung“, sagte er. Vergleichstests wie die Pisa- Studie, aber auch die große Zahl an Studenten von überall her zeigten, dass offenkundig vieles richtig gemacht werde.

Sachsen ist die erste Station in der Reihe der Antrittsbesuche in den Bundesländern, die Wulff in den kommenden Wochen und Monaten absolvieren will. Schon sein Vorgänger Horst Köhler hatte den Freistaat 2004 zu seinem ersten Ziel gemacht. Am 13. September wird Wulff dann in Thüringen sein. Er habe die beiden Länder auch als Vorbereitung auf seine Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ausgewählt, sagte das Staatsoberhaupt am Mittwoch. „Da möchte ich natürlich möglichst viele unmittelbare Erfahrungen einfließen lassen“, betonte Wulff. Die Menschen in Deutschland erwarteten eine Debatte um Werte, um Tugenden, um Haltungen - „was unser Land im Innersten zusammenhält“.

Zuvor hatte Wulff in einem Interview mit der „Sächsischen Zeitung“ von den Deutschen mehr Einsatz für die Demokratie gefordert. „Wir dürfen uns auf keinen Fall bequem zurücklehnen in dem Glauben, unsere Demokratie sei unerschütterlich, so ist das nämlich nicht“, sagte er. Seine Amtszeit wolle er deshalb auch dem Thema Zukunft der Demokratie widmen.

Der Bundespräsident wurde nach seiner kurzen Ansprache im Landtag von Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) in der Staatskanzlei empfangen. Danach besuchte er eine Kindertagesstätte und die Staatlichen Kunstsammlungen. Außerdem waren ein Besuch in der Palucca-Hochschule für Tanz und eine Dampferfahrt geplant.

Als Wulff im Landtag über die Bildungschancen und die Integration von Zuwanderern sprach, störten Vertreter der rechtsextremen NPD die Rede und hielten Plakate mit dem Slogan „Sarrazin hat Recht“ in die Höhe. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin steht seit Tagen wegen seiner Thesen über Einwanderer in der Kritik. Die Aktion der NPD dürfe man nicht überbewerten und vor allem nicht Sachsen anlasten, betonte Wulff anschließend. Zu Sarrazin selbst wollte er sich nicht äußern.

dpa

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