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Aschersleben eröffnet Gartenschau mit 2010 Tauben

Aschersleben eröffnet Gartenschau mit 2010 Tauben

Die dritte Landesgartenschau Sachsen- Anhalts erwartet bis Oktober in Aschersleben 400 000 Besucher. Dieses ehrgeizige Ziel gaben die Veranstalter zur Eröffnung am Samstag aus.

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Farbenprächtige Blumen blühen am Samstag (24.04.2010) auf der Prachtpromenade nach der Eröffnung der Landesgartenschau in Aschersleben (Salzlandkreis).

Quelle: dpa

Aschersleben. Bei einem Festakt stiegen symbolisch für den Start in die 170-tägige Blumen- und Pflanzenschau 2010 Tauben in den strahlend blauen Himmel über der Stadt. Am ersten Wochenende kamen rund 13 500 Besucher.

Die älteste Stadt Sachsen-Anhalts hat durch die weithin sichtbaren Veränderungen ein junges, frisches Antlitz bekommen. In jeder Ecke grünt und blüht es. Das von einem Ascherslebener Bürger vorgeschlagene Motto „Natur findet Stadt“ ist überall sichtbar. Bis 10. Oktober ist die knapp 30 000 Einwohner zählende Stadt im Salzlandkreis Gastgeber der Landesgartenschau.  

Oberbürgermeister Andreas Michelmann kennt die Probleme seiner Stadt: Für Urlauber und Gäste unattraktiv, zu grau, teilweise verfallen und trist. „Ich weiß, dass wir touristisch eher aus der Tiefe des Raumes kommen“, sagte er mit einem Augenzwinkern zu den rund 1000 Ehrengästen und Besuchern, die bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein in der Herrenbreite gekommen waren.

Doch die Landesgartenschau und die Internationale Baustellung Stadtumbau 2010 (IBA) haben deutliche Spuren hinterlassen. „Aschersleben hat in den vergangenen zehn Jahren eine Verwandlung erlebt, die wohl nahezu einmalig ist“, sagte Michelmann. „Ohne die IBA wäre die Gartenschau undenkbar. Es wäre wie ein nicht zu Ende gemaltes Bild.“   

Ministerpräsident und Schirmherr Wolfgang Böhmer (CDU) lobte in seinem Grußwort vor allem den Willen der Stadt und ihrer Einwohner, sich zu verwandeln. „Aschersleben ist heute nicht nur unsere älteste Stadt, sie ist auch die schönste“, sagte er. Mit rund 18 Millionen Euro stammen fast die Hälfte der investierten 40 Millionen Euro aus der Landeskasse. „Ich weiß, dass es nachhaltige Investitionen sind“, sagte Böhmer. Auch die Tatsachen, dass die Macher der Ascherslebener Landesgartenschau immerhin allein 1,2 Millionen Euro Sponsorengelder aufgetrieben und mehr als 90 Prozent aller Leistungen an regionale Firmen vergeben haben, stimmten den Landesvater froh.   

Der Weg zu einer blühenden Stadt war lang. Am 7. September 2008 übergab die Stadt das knapp 20 Hektar große Gelände an die Landesgartenschau 2010 GmbH und erteilte damit den Startschuss für die Arbeiten. Etwa zweieinhalb Jahre zuvor hatte Aschersleben den Zuschlag für die Blumenschau erhalten.

Fünf Ausstellungsbereiche wurden konzipiert und Außenstellen wie der Schlosspark Ballenstedt und die Stadt Staßfurt in die Planungen einbezogen. Eine wichtige Schnittstelle mit der IBA bildet der Bestehornpark. Auf dem ehemaligen Gelände der Optima-Fabrik im Stadtzentrum wurde großflächig abgerissen und ein Bildungszentrum geschaffen, dass jetzt einer der fünf Ausstellungsbereiche ist.   

Doch was wäre eine Landesgartenschau ohne farbenfrohe Blumen? 340 Bäume, 3500 Sträucher, 2000 Rosen, 60 000 Stauden und knapp drei Kilometer Hecken wurden gepflanzt. Etwa 10 Millionen Euro flossen in den Garten- und Landschaftsbau. 150 Menschen, darunter Gärtner, Planer, Ingenieure und Künstler, ließen ihr Wissen und Können einfließen. Bis in den Herbst soll es mehr als 1000 Veranstaltungen geben. Allein zwölf Hallenschauen - jeden Monat zwei - werden dem Publikum geboten.   

Die erste Landesgartenschau wurde 2004 unter dem Motto „Gehen sie auf Zeit(z)- Reise“ veranstaltet. Zwei Jahre später folgte Wernigerode, das unter dem Titel „Harzblicke erleben“ etwa 650 000 Besucher in den Harz lockte. Nach 2010 soll die Blumenschau nur alle fünf Jahre veranstaltet werden. Nach Angaben des Umweltministeriums wird es 2015 jedoch keine Landesgartenschau geben. Der Grund: Die Beteiligung Havelbergs im Landesnorden an der Bundesgartenschau 2015, die von mehreren Städten in der Havelregion ausgetragen wird.

Sabrina Gorges, dpa

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