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Asylbewerber wehren sich wegen schleppender Verfahren – BAMF verklagt

Asylbewerber wehren sich wegen schleppender Verfahren – BAMF verklagt

Fast 200 Asylbewerber in Mitteldeutschland haben wegen zu langer Verfahren das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verklagt. Allein 165 Klagen kämen aus Sachsen, so eine Recherche von MDR Info. Deutschlandweit haben knapp 2.300 Flüchtlinge von ihrem Klagerecht gegen das Bundesamt Gebrauch gemacht.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurde verklagt. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Halle. Fast 200 Asylbewerber in Mitteldeutschland haben wegen zu langer Verfahren das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verklagt. Das ergaben Recherchen des Hörfunksenders MDR Info. Zwischen den drei mitteldeutschen Bundesländern gebe es dabei große Unterschiede. Allein 165 Klagen kämen aus Sachsen, teilte MDR Info am Mittwoch in Halle mit.

Insgesamt lägen wegen zu langer Verfahrensdauer Klagen von 198 Asylbewerbern vor. 8 Personen leben den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt sowie 25 in Thüringen. Deutschlandweit haben dem Bericht zufolge knapp 2.300 Flüchtlinge von ihrem Klagerecht gegen das Bundesamt Gebrauch gemacht.

Das BAMF begründete die Verzögerungen in Mitteldeutschland mit der unterschiedlichen Herkunft der Flüchtlinge. Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten vor allem Syrer aufgenommen, deren Asylverfahren relativ schnell entschieden würden, heißt es in dem Bericht. Nach Sachsen seien dagegen mehr als 10.000 Afghanen gekommen. Diese Fälle seien meist kompliziert, was eine lange Verfahrensdauer zur Folge habe.

Ein Sprecher von Pro Asyl sagte MDR Info, dass es Flüchtlinge aus Afghanistan gebe, die schon seit fast zwei Jahren auf die Eröffnung ihres Asylverfahrens warteten. Bei diesen Menschen sei die „Verzweiflung und Perspektivlosigkeit immens groß“. Wenn eine deutsche Behörde einen Antrag drei Monate lang nicht bearbeitet und auch auf Nachfragen nicht reagiert, kann wegen Untätigkeit geklagt werden. Dieses Recht haben nicht nur Deutsche, sondern auch solche, die es werden wollen.

LVZ

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