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Atomkraftgegner erklettern Förderturm in Morsleben

Atomkraftgegner erklettern Förderturm in Morsleben

Atomkraftgegner sind am Montag auf das Gelände des Atommüllendlagers Morsleben eingedrungen und auf einen Förderturm geklettert. Die Aktion konnte innerhalb kurzer Zeit beendet werden, wie ein Polizeisprecher in Haldensleben mitteilte.

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In rund 500 Metern Tiefe lagern im Endlager für schwach und mittelradioaktiven Atommüll in Morsleben (Bördekreis) Fässer mit Atommüll. Insgesamt lagern hier knapp 37.700 Kubikmeter Atommüll aus Forschungseinrichtungen und früheren Kernkraftwerken.

Quelle: dpa

Morsleben/Haldensleben. Menschen wurden nicht verletzt. Beteiligt waren demnach drei Männer und eine Frau aus Niedersachsen und Hamburg im Alter zwischen 21 und 27 Jahren. „So einen Protest in dieser Form gab es in Morsleben das erste Mal“, sagte der Polizeisprecher. Der Betreiber der Anlage, das Bundesamt für Strahlenschutz, habe Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Das Lager soll innerhalb von 20 Jahren stillgelegt werden.

Laut Polizei fuhren die Demonstranten gegen 11.15 Uhr mit Autos und Transportern vor das umstrittene Endlager. Mit Hilfe einer Leiter seien sie über einen Zaun gestiegen. „Es ging ganz schnell“, sagte der Polizeisprecher. Die Atomkraftgegner seien anschließend auf den Turm geklettert und hätten dort ein Transparent entrollt. Während zwei von ihnen nach Polizeiangaben herunterstiegen, blieben die anderen in einer Höhe von zehn Metern gesichert auf dem Turm. Sie kamen herunter, nachdem sie von Polizisten dazu aufgefordert worden waren. Die Polizei nahm die Personalien der vier Demonstranten auf und entließ sie. Sie hätten zu den Vorwürfen keine Angaben gemacht.

Das Netzwerk contrAtom sprach in einer Mitteilung von einer Besetzung des Schachtes Marie. Die Aktivisten des Netzwerkes hätten drei Transparente aufgezogen, unter anderem mit der Forderung „Stoppt das dreckige Atomgeschäft“. Mit der Aktion hätten sie darauf aufmerksam machen wollen, dass sich derzeit die Bevölkerung zum Stilllegungsverfahren von Morsleben (Börde) äußern kann.

Das unterirdische Endlager an der Grenze zu Niedersachsen war zu DDR-Zeiten für schwach- und mittelradioaktiven Müll eingerichtet worden. Seit 1998 wird kein neuer Abfall eingelagert. Im August wurde bekannt, dass es in dem Salzstock erneut Probleme mit der Stabilität gibt. Das Endlager soll innerhalb von 20 Jahren stillgelegt werden.

dpa

dpa

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